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Kommende Buchkritiken
Federkleid
Hagoromo
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Autor
Banana Yoshimoto
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 987-3-257-06579-4 Übersetzung Thomas Eggenberg Erscheinungsdatum (D) Mai 2007 Seiten 160 |
Inhalt
Hotaru ist eine junge Frau, die kurz vor dem Ende ihrer Beziehung steht. Sie spürt erst, wie sehr sie sich an ihren Geliebten gewöhnt hat, ja, wie abhängig sie eigentlich von ihm ist, als er sich nach acht Jahren von ihr trennt und für ein Leben mit seiner Frau entscheidet. Ihr Leben erscheint plötzlich leer und bedeutungslos.
Erst in ihrer alten Heimatstadt, in der sie umgeben ist von Verwandten und Freunden, findet Hotaru langsam zu sich selbst zurück und kann einen Neustart wagen. Doch nicht nur die vertraute Umgebung macht Eindruck auf die junge Frau, sondern auch das Übernatürliche, das sie hier von allen Seiten umgibt. Plötzlich scheint sich alles zu wenden und bekommt eine ganz andere Bedeutung…
Buchkritik von Karolin Kullmann
“Federkleid” ist kein Buch für jedermann. Sehr besinnlich und stimmungsreich schreibt Banana Yoshimoto in ihrem neuen Roman über Themen, die keinesfalls so harmonisch sind wie der Schreibstil der Autorin: Sie erzählt von Trennung und Schmerz, vom Beginn eines ganz neuen Lebensabschnitts mit Träumen und Visionen und von übernatürlichen Ereignissen. In dieser Welt scheint es keinen Stress zu geben und alles ist so, wie man sich den Rhythmus und den Lauf der Dinge in einem kleinen japanischen Städtchen mit vielen Traditionen vorstellt. Der Leser wird von herzensguten Menschen erfahren, von kleinen Geheimnissen und großen Umbrüchen und manchmal auch von Wundern. Doch die Welt der Magie, in dessen Sphären die Geschichte immer wieder gleitet, ist gewöhnungsbedürftig und schwer verständlich. Kaum einmal versteht man die Bedeutung der Hinweise aus dem Jenseits - mag es am Schreibstil der Autorin oder an der europäischen Mentalität liegen.
Wer es gern beschaulich mag und sich viel Raum für eigene Gedanken lässt, trifft mit “Federkleid” eine gute Wahl, aber diejenigen unter uns, die es doch lieber actionreich mögen, sollten sich wohl anderer Lektüre widmen.
