Ausgebrannt

Autor: Andreas Eschbach
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-7857-2274-9
Erscheinungsdatum (D) Februar 2007 Erschienen 2007
Seiten 750

Ausgebrannt

Inhalt

Markus Westermann scheint es endlich geschafft zu haben: Sein Traum von den USA ist wahr geworden, er arbeitet bei einem Projekt einer großen amerikanischen Firma mit und ist fest entschlossen, nach Abschluss dieses Jobs fest bei dieser Firma angestellt zu werden. Fast sieht es so aus, als würde sein Traum in Erfüllung gehen, doch dann macht ihm das Schicksal einen Strich durch die Rechnung und er wird nicht übernommen. Dennoch ist Markus nicht bereit, nach Deutschland zurückzufliegen und auf seiner Reise durch die USA lernt er den Österreicher Karl Walter Block kennen, der behauptet, dass in den Tiefen der Erde noch genügend Öl für die nächsten Jahre da ist - und dass er, und nur er allein, die absolut sichere Methode kennt, um an dieses Öl heranzukommen. Markus ist zunächst skeptisch, doch da es sein erklärtes Ziel ist, mit den Ideen und dem Geld anderer Leute reich zu werden, steigt er als Blocks Geschäftspartner ein.

Die Methode des alten Öltechnikers kommt offensichtlich genau zur rechten Zeit, denn in Saudi-Arabien brennt das größte Ölfeld der Welt und die größte Ölkrise seit Menschengedenken bahnt sich an. Das Problem ist, dass es keinerlei Notfallplan gibt, alle Welt war immer davon überzeugt, dass die Ölvorkommnisse noch lange nicht erschöpft wären. In dem Chaos und den Unruhen, die nun um sich greifen, scheinen Markus und Block noch die einzigen zu sein, die einen Plan haben. Markus ist fest entschlossen, die Welt vor der Katastrophe zu retten und natürlich dabei reich zu werden. Doch es gibt in diesem Spiel mehr als einen Gegner und alle wollen sie natürlich die geheime Methode für sich gewinnen...

Buchkritik von Stefanie  Rufle

Ein wirklich erschreckendes Szenario breitet sich hier vor dem Leser aus. Das Schlimme dabei ist, dass die Geschichte, die sich Eschbach ausgedacht hat, genau so tatsächlich geschehen könnte. Uns allen ist doch eigentlich bewusst, dass das Ende des Ölzeitalters näher ist, als wir uns das eingestehen wollen. Der Autor macht immer wieder deutlich, dass wir ja nicht nur wegen unserer Autos vom Öl abhängig sind: Heizung und vor allem unendlich viele Gebrauchsgegenstände, von denen uns kaum klar ist, dass sie aus Erdöl hergestellt werden, gäbe es nach einer Ölkrise nicht mehr. Eschbach erreicht mit diesem Buch, was sicherlich sein Ziel war: Man wird unendlich nachdenklich und sich mehr und mehr bewusst, wie selbstverständlich wir mit einem so kostbaren Rohstoff umgehen. Das Ende der Welt, wie wir sie alle kennen, wäre das Resultat aus einer Ölkatastrophe und diesen Gedanken sollte sich jeder einmal durch den Kopf gehen lassen.

Unheimlich spannend führt uns der Autor hier durch eine Geschichte, die von Rückblenden und Sprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebt. Eschbach tut das mit einer derartigen Selbstverständlichkeit und so gekonnt, dass man selber nie das Gefühl hat, den Durchblick zu verlieren. "Ausgebrannt" ist ein durch und durch spannender, gut recherchierter und intelligent gemachter Thriller, bei dem keine der 750 Seiten zu viel ist.

Interview mit Andreas Eschbach zu "Ausgebrannt".

BOOKSECTION • Im Grütt 1 • 79713 Bad Säckingen