Der gehetzte Uhrmacher

The Cold Moon

Der gehetzte Uhrmacher

Autor Jeffery Deaver Genre Thriller
Verlag Blanvalet
ISBN 978-3-7645-0202-7
Übersetzung Thomas Haufschild Erscheinungsdatum (D) Februar 2007   
Erschienen 2006  Seiten 511

Inhalt

Das Ermittlerpaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs steht vor einem äußerst kniffligen Rätsel. Ein Mord wird entdeckt, zu dem aber die Leiche fehlt - die wurde offensichtlich vom eiskalten Hudson River mitgerissen. Dann wird ein Toter in einer dunklen Seitengasse gefunden und bei ihm deutet, wie schon beim ersten Mordfall, alles auf schlimme Folterung hin. An beiden Tatorten findet die Polizei kleine, laut tickende Standuhren, die ganz offensichtlich die letzten Sekunden im Leben der Opfer zählen sollten. Schnell entpuppen sich diese Uhren als die Visitenkarte des Täters, der sich selbst "Uhrmacher" nennt. Der querschnittsgelähmte Rhyme muss sich eingestehen, dass er und Sachs bei diesem komplizierten Fall nicht alleine weiterkommen und entscheidet sich deshalb, die Hilfe von Kathryn Dance anzunehmen. Sie ist eine weltweit anerkannte Spezialistin auf dem Gebiet der Körpersprache und in der Lage, Falschaussagen aufgrund ihres Könnens sofort zu entlarven.

Noch ein weiterer Fall beschäftigt Amelia Sachs, es geht dabei um den Mord an zwei Geschäftsleuten und die nicht zu verleugnende Verwicklung von Polizisten des NYPD in Korruption und Erpressung. Dabei wird die Ermittlerin mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, was sie schließlich dazu veranlasst, über ein Ausscheiden aus dem Polizeidienst nachzudenken. Inzwischen treibt der "Uhrmacher" weiter sein Unwesen und auch als ein Komplize verhaftet wird, sind Rhyme und Sachs weit von der Auflösung des Falles entfernt...

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Mit einem genial durchdachten und spannenden Thriller wartet der Autor hier auf, der den Leser bis zum Schluss im Ungewissen lässt. Schade nur, dass dieses Buch erst im letzten Viertel so richtig spannend wird... Der Leser hangelt sich durch so manche Länge hindurch, liest unermüdlich sich ständig wiederholende Ermittlungsprotokolle und erfährt (zugegeben wirklich interessante) Details über Forensik und Ermittlungsmethoden. Ein großer Minuspunkt dieses Thrillers ist, dass das alles oft unendlich ermüdet. Immer wieder gibt man sich der Hoffnung hin, dass die Story doch nun endlich ins Rollen kommen müsste, dass die Spannung sich nun endlich zuspitzt. Vergebens! Wie gesagt, erst gegen Schluss kommt dann die ersehnte Spannung auf und holt so manchen Minuspunkt wieder auf.

Deaver hat sich eine Geschichte ausgedacht, die an Überraschungseffekten nichts zu wünschen übrig lässt und die er höchst intelligent konstruiert hat. Mit diesem Ende hätte man nun wirklich nicht gerechnet, und so ist der Leser zum Schluss dann doch wieder einigermaßen versöhnt.

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