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Kommende Buchkritiken
Stirb Ewig
Dead Simple
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Autor
Peter James
Genre Thriller
Verlag Fischer ISBN 978-3-596-16872-9 Übersetzung Susanne Goga-Klinkenberg Erscheinungsdatum (D) 2005 Erschienen 2005 Seiten 332 |
Inhalt
Michaels Junggesellenabschied endet mit bösen Folgen für ihn: Seine Freunde begraben ihn im Vollrausch lebendig in einem Sarg. Zwei Stunden soll sein Martyrium dauern, ausgestattet wird er mit einer Flasche Whiskey, einer Taschenlampe, einem Walkie-Talkie, einem Herrenmagazin und natürlich mit einem Luftschlauch, der ihn mit ausreichend Frischluft versorgen soll. Seine volltrunkenen Freunde machen sich auf zur nächsten Kneipe - und verunglücken auf dem Weg dorthin tödlich. Nur einer von ihnen überlebt schwer verletzt, liegt aber auf der Intensivstation im Koma und ist nicht in der Lage, Hinweise zu Michael Harrisons Verbleib zu geben. Dieser weiß zunächst nicht so recht, wie ihm geschieht, ist anfangs noch der Überzeugung, dass seine Freunde bald zurückkommen und ihn aus seiner misslichen Lage befreien werden. Doch allmählich sickert die grausame Wahrheit in sein Bewusstsein und seine einzige Hoffnung ist jetzt noch das Walkie-Talkie, mit dem er mit einem Unfallzeugen kommuniziert, der das Gerät an sich genommen hat. Das Problem ist nur, dass dieser Zeuge ein zurückgebliebener junger Mann ist, der glaubt, sich hier mitten in einer amerikanischen Polizeiserie zu befinden.
Währenddessen ist oberirdisch eine fieberhafte Suche nach dem Vermissten in Gange. Inspektor Roy Grace, dessen Frau schon seit Jahren spurlos verschwunden ist, ist Experte im Auffinden vermisster Personen, doch hier ist selbst er ratlos. Michaels Braut, die außer sich ist vor Sorge und Verzweiflung, ist keine große Hilfe und auch Michaels bester Freund Mark scheint keine Ahnung zu haben, wo dieser steckt. Was Grace allerdings misstrauisch macht, ist die Tatsache, dass Mark als Michaels engster Freund doch eigentlich an der Organisation des Junggesellenabends mitbeteiligt gewesen sein müsste. Der Inspektor ahnt, dass er hier einem äußerst grausamen Verbrecher auf der Spur ist.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Dieses Buch ist ganz eindeutig nichts für Menschen, die zur Platzangst neigen! So unglaublich authentisch gelingt es dem Autor, die Situation des Protagonisten zu beschreiben, dass einem buchstäblich die Luft wegbleibt. Immer wieder hat man während des Lesens den Eindruck, selber in Michaels Haut zu stecken, dass der Drang, sich zu bewegen, fast übermächtig wird. Auch wenn man ziemlich schnell ahnt, wer hier der Bösewicht ist, tut das doch der Spannung keinen Abbruch, und die Auflösung lässt einen dann doch verwundert den Kopf schütteln.
Nichtsdestotrotz hat James hier eine zugegeben geniale Idee ziemlich einfach umgesetzt. Die Sprache bewegt sich auf relativ niedrigem Niveau - kein Wunder also, dass dieser Thriller von der "Bild am Sonntag" empfohlen wird. Der Autor gibt dem Leser hier einen doch recht umfassenden Einblick in die männliche Gedankenwelt, auf den man gut und gerne hätte verzichten mögen. "Stirb Ewig" ist ein spannender Thriller mit hohem Unterhaltungswert - mehr aber auch nicht.
Wissenswertes
In Frankreich erhielt Peter James für dieses Buch den "Prix Polar International", die renommierteste Auszeichnung im Krimibereich.
