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Kommende Buchkritiken
Emilia Galotti
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Autor
Gotthold E. Lessing
Genre Historischer Roman
Verlag Reclam ISBN 3-15-000045-9 Erscheinungsdatum (D) 1772 Erschienen 1772 Seiten 102 |
Inhalt
Hettore Gonzaga, der Prinz von Gustalla ist froh darüber seine vermeidlich zukünftige Ehefrau, die Gräfin Orsina endlich los zu sein, hat er sich doch unsterblich in eine andere Frau - die wunderschöne Emilia Galotti - verliebt. Diese steht jedoch kurz vor der Hochzeit mit dem Grafen Appiani, die selbstverständlich schleunigst verhindert werden muss. Der Prinz und sein Kammerherr Marinelli haben auch schon allerhand Ideen, wie sie die Hochzeit platzen lassen können. Letztendlich kommt es jedoch ganz anders als geplant, ist Emilia von der Intrige des hohen Adels doch alles andere als begeistert…
Buchkritik von Kathrin Lang
Lessings „Emilia Galotti“ wird gerne als Vorläufer von Schillers „Kabale und Liebe“ bezeichnet. Die beiden Stücke sind nach einem sehr ähnlichen Muster gestrickt, wodurch ein Vergleich auch nahe liegt. Alles in allem gesehen, ist „Kabale und Liebe“ für den heutigen Leser sicherlich um einiges interessanter zu lesen. Lessing wagte sich bei „Emilia Galotti“ noch nicht einen ganz so kritischen Ton wie Schiller anzuschlagen, wodurch das Lesen von seinem Stück nicht all zu spannend wurde. Die ausgeheckten Intrigen wirken ein wenig langweilig, das Geschehen sehr schleppend – zumindest im Gegensatz zu „Kabale und Liebe“, das viel aufregender, provokanter und zudem aus heutiger Sicht auch etwas moderner wirkt. Fazit: Wer gerne ein bürgerliches Trauerspiel lesen möchte, sollte eher zu Schillers „Kabale und Liebe“ greifen und Lessings „Emilia Galotti“ nur in die Hände nehmen, wenn man an Entwicklung der damaligen Zeit interessiert ist.
Wissenswertes
"Emila Galotti" wurde am 13. März 1772 im Herzoglichen Opernhaus in Braunschweig uraufgeführt. Lessing verarbeitete in diesem Drama den Stoff der Legende um die Römerin Verginia, den er an zentralen Stellen veränderte.

