Verblendung

Män som hatar kvinnor

Verblendung

Autor Stieg Larsson Genre Krimi
Verlag Heyne
ISBN 3-453-01181-3
Übersetzung Wibke Kuhn Erscheinungsdatum (D) 2006   
Erschienen 2005  Seiten 688

Inhalt

Journalist Mikael Blomkvist ist den mehr als dubiosen Machenschaften des Großindustriellen Wennerström auf der Spur und fördert Beweise zutage, die absolut wasserdicht zu sein scheinen. Doch dann geht etwas schief, Wennerström kann sich aus der Affäre ziehen, Blomkvist kommt vor Gericht und wird wegen Verleumdung verurteilt. Mit dieser Geschichte hat er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Zeitung "Millennium" in größten Verruf gebracht und zieht sich deshalb erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück. Da kommt ihm das Angebot des einflussreichen Industriellen Henrik Vanger, für ihn die weit verzweigte Familienchronik zu schreiben, mehr als gelegen. Doch dieser Auftrag ist nur ein Vorwand für eine weitaus kompliziertere Geschichte. Seit 44 Jahren erhält der 82jährige Vanger jedes Jahr zu seinem Geburtstag eine gepresste Blume zugeschickt. Seine Nichte Harriet hatte ihm im Jahr 1958 zum ersten Mal ein solches Geschenk gemacht und verschwand dann spurlos. Henrik hat nicht die leiseste Ahnung, was seiner Lieblingsnichte zugestoßen sein könnte, der Leichnam wurde nie gefunden.

Mikael Blomkvist fällt nun die Rolle des verdeckten Ermittlers zu, der sich durch Berge von Schriftstücken und Fotos wühlen muss und so tatsächlich auf erste Spuren stößt. Bald schon wird ihm die Ermittlerin Lisbeth Salander zur Seite gestellt, eine geniale Hackerin, die auch vor unorthodoxen Methoden nicht zurückschreckt. Und diese sind denn auch bitter nötig, treffen die beiden Ermittler doch auf Mauern des Schweigens und der Ablehnung seitens des Vangerschen-Clans. Was sie dann aber schließlich zutage befördern, könnte grauenvoller und erschreckender kaum sein.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Genial, wie Larsson hier eine abgründige, intelligente und gut durchdachte Geschichte brillant und spannend zugleich erzählt. Hat man zu Beginn noch Schwierigkeiten, die vielen, an der Handlung beteiligten Personen auseinander zu halten, steigt man doch schnell in das Geschehen ein und bekommt bald den Eindruck, den kleinen Ort und dessen Bewohner schon lange zu kennen. Viele verschiedene Handlungsstränge führt der Autor gekonnt so zusammen, dass ein geschickt konstruiertes Ganzes entsteht. Dabei verliert man als Leser nie den Überblick, ja, kann sogar nach längerer Lesepause wieder voll in die Handlung einsteigen, ohne noch einmal zurückblättern zu müssen.

Ein Geniestreich ist das Ermittlerduo Blomkvist/Salander. Zwei hoch interessante und widersprüchliche Charaktere treffen hier aufeinander, was das Lesen wirklich zu einem Vergnügen macht. Es gelingt Larsson, die Handlung in eine Richtung zu lenken, die man ganz und gar nicht erwartet hätte - so muss ein guter Krimi gemacht sein!

Wissenswertes

"Verblendung" ist der erste Teil der Millennium-Trilogie um das Ermittlerteam Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander:

Verblendung
Verdammnis
Vergebung

Stieg Larsson starb im November 2004 in Stockholm an einem Herzinfarkt, konnte aber vorher seine Trilogie noch vollenden.

Jetzt die Filmkritik zu diesem Buch lesen

Besucherbewertung

5.0 / 5  (2 votes)

Kommentare


Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.