Im Namen Gottes? Der mysteriöse Tod des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I.

In god´s name

Im Namen Gottes? Der mysteriöse Tod des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I.

Autor David A. Yallop Genre Sachbuch
Verlag Rowohlt
ISBN 3-499-61175-9
Übersetzung Karl Heinz Siber Erscheinungsdatum (D) 1984   
Erschienen 1984  Seiten 553

Inhalt

Gerade einmal 33 Tage war Papst Johannes Paul I. im Amt, als er am Abend des 28. September 1978 auf mysteriöse und bis heute ungeklärte Weise verstarb. Immer noch wird über die Ursachen spekuliert und die katholische Kirche hüllt sich beharrlich in Schweigen. David A. Yallop wartet mit interessanten Thesen auf, bietet dem Leser Fakten über das Pontifikat des 33-Tage-Papstes, die raumgreifenden Veränderungen, die er in der katholischen Kirche geplant hatte und über seine mächtigen Feinde innerhalb und außerhalb des Vatikans, die allen Grund gehabt hätten, das Leben von Johannes Paul I. auf unnatürliche Weise zu beenden.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Kaum zu glauben, womit der Leser in diesem Buch konfrontiert wird und kaum zu glauben, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht diskutiert wird. Wartet der Autor doch mit Fakten auf, die derart provozierend sind, dass man mehr als einmal den Kopf schüttelt und sich fragt, wie eine derartige Intrige fast gänzlich vertuscht werden konnte. Es geht um Verstrickungen des Vatikans in die internationale Finanzwelt, um Machtgefüge und um einen Papst, der gewillt war, das alles aufzudecken und hohe Würdenträger aus ihren Ämtern zu entlassen.

Spannend wie ein Kriminalroman liest sich dieser Bericht und überzeugt den Leser mehr und mehr davon, dass Yallop mit seinen fundierten und gut recherchierten Anschuldigungen recht hat. Das alles lässt nur den einen Schluss zu: dass Papst Johannes Paul I. keines natürlichen Todes gestorben ist! Der Autor schloss mit dem Vatikan eine Wette ab, hier der Wortlaut: "Wenn der Vatikan mir nachweisen kann, dass zwei meiner Behauptungen sachlich falsch sind - zum einen meine Aussage darüber, wer die Leiche des Albino Luciani fand, zum anderen meine Darstellung dessen, welche Papiere der Tote in den Händen hatte -, werde ich die Einkünfte, die ich aus dem Verkauf dieses Buches beziehe, bis zum letzten Pfennig für die Krebsforschung zur Verfügung stellen." Vom Vatikan kam keine Reaktion, was wohl beweist, dass diese Debatte es wert ist, weitergeführt zu werden. Der Leser hat die Möglichkeit, sich seine eigene Interpretation der Geschehnisse um den 28. September 1978 zu machen, eines ist aber sicher: hat man dieses Buch gelesen, dann lässt es einen nicht mehr wirklich los.

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