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Verdammnis
Flicken som lekte med elden
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Autor
Stieg Larsson
Genre Krimi
Verlag Heyne ISBN 978-3-453-01360-5 Übersetzung Wibke Kuhn Erscheinungsdatum (D) Februar 2007 Erschienen 2006 Seiten 751 |
Inhalt
Mikael Blomkvist bekommt für sein Magazin "Millennium" eine Story angeboten, die es in sich hat. Es geht um Mädchenhandel mit jungen russischen Frauen, und die Männer, die in die Geschichte involviert sind, stehen ganz oben in der schwedischen Gesellschaft: Journalisten, hohe Amts- und Würdenträger - allesamt Personen, die einen guten Ruf zu verlieren haben, sollte dieses Verbrechen auffliegen. Urheber der Enthüllungsstory ist der junge Journalist Dag Svensson und dessen Freundin Mia. Dag ist im Begriff, ein Buch mit allen pikanten Details zu veröffentlichen und spielt Mikael wichtige Informationen zu. Er ahnt nicht, in welche Gefahr er sich damit bringt und als er und Mia erschossen in ihrer Wohnung aufgefunden werden, ist Blomkvist sofort klar, dass dieser Doppelmord nur mit Dags Buch zusammenhängen kann.
Etwa zeitgleich wird noch ein Toter gefunden: Nils Bjurman, der offensichtlich auch in den Mädchenhandel verwickelt war. Pikanterweise stellt sich heraus, dass Bjurman der ehemalige Betreuer von Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander ist. Diese ist seit ihrem ersten gemeinsamen Fall spurlos verschwunden und reagiert nicht auf Mikaels zahlreiche Kontaktversuche. Die Tatwaffe, die bei dem ermordeten Journalisten gefunden wurde, trägt Lisbeths Fingerabdrücke und sofort fällt der Verdacht auf die junge Frau. Zudem werden Details aus ihrer Vergangenheit an die Öffentlichkeit gezerrt, die keinen Zweifel daran lassen, dass Lisbeth psychisch gestört und höchst gefährlich ist. Blomkvist setzt alles daran, seine Partnerin aufzuspüren, ist er doch von ihrer Unschuld restlos überzeugt.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Stieg Larsson bietet hier seinen Lesern eine brisante und höchst interessante Geschichte, die zudem sehr gut recherchiert zu sein scheint. Obwohl das Thema absolut spannend ist, hat das Buch doch so seine Längen und manchmal fällt es schwer, den Gedankengängen des Autors zu folgen. Erst ab etwa der Hälfte hat man des Gefühl, alle Personen, die in die Geschehnisse verwickelt sind, einigermaßen zu kennen und auch auseinander halten zu können. Was aber sicherlich auch teilweise daran liegen mag, dass die schwedischen Namen einfach zu unvertraut und auch oft sehr ähnlich klingen - ein Detail also, für das man ganz bestimmt nicht den Autor verantwortlich machen kann. Ist die Story am Anfang noch etwas verwirrend und schleppend, so gewinnt die zweite Hälfte des Buches dann doch deutlich an Tempo und Spannung und wird immer besser.
Mit seiner Protagonistin Lisbeth Salander ist Larsson allerdings ein wahrer Geniestreich gelungen. Eine Frau, wie sie geheimnisvoller und faszinierender kaum sein könnte und der es zu verdanken ist, dass dieses Buch die nötige Würze erhält. Natürlich könnte man kritisieren, dass sie doch etwas zu stark und unbesiegbar wirkt - teilweise drängt sich einem der Vergleich mit einer Superheldin im Stil von Superwoman auf - aber andererseits hebt die andere, die etwas gestörte Seite an ihr dieses Bild wieder auf. Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander sind ein interessantes Ermittlerteam und die Geschichte ist facettenreich bis zum Schluss.
Wissenswertes
"Verdammnis" ist der zweite Teil der Millennium-Trilogie um das Ermittlerteam Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander:
Verblendung
Verdammnis
Vergebung
Stieg Larsson starb im November 2004 in Stockholm an einem Herzinfarkt, konnte aber vorher seine Trilogie noch vollenden.

