Noir (2005)

Autor: Olivier Pauvert
Genre: Science Fiction
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-67522-3
Erscheinungsdatum (D) 05.02.07 Erschienen 2005
Seiten 302
Übersetzung Oliver Ilan Schulz

Noir (2005) Noir

Inhalt

Als ein Mann des grausamen Mordes an einer Frau bezichtigt und von der Polizei abgeführt wird, kommt es während der Fahrt zum Gefängnis zu einem schrecklichen Unfall. Alle sterben – außer dem Mörder. Dieser irrt durch den Wald und landet plötzlich in einem Frankreich der Zukunft. Aus der Demokratie wurde ein gnadenloser Überwachungsstaat. Überall sind Kameras und korrupte Polizisten, die keine Scheu davor haben, Gewalt anzuwenden. Die Bevölkerung scheint willenlos und absolut gehorsam zu sein. Die einzigen normalen Menschen, auf die der Mann während seiner Reise in die Zukunft trifft, sind Schwarze – mittlerweile eine Randgruppe der Gesellschaft, die nur nachts auf die Straße dürfen, um die Drecksarbeit für die Weisen zu erledigen.

Buchkritik von Kathrin  Lang

Oliver Pauvert wagt mit seinem Debütroman „Noir“ einen sehr kritischen Blick in unsere Zukunft. Mit seinen Zeilen lässt er eine Welt entstehen, von der wir nur alle hoffen können, dass es niemals so weit kommen wird. Trotz dieser Hoffnung und dem eigentlichen Glauben, dass Pauverts Zukunftsvision niemals zur Realität wird, wird der Leser doch ständig von der Angst begleitet, dass es tatsächlich einmal so weit kommen könnte. Denn in der Tat – wie weit sind wir von einem Überwachungsstaat noch entfernt? Immerhin begegnen uns im Alltag immer häufiger Schilder auf denen eine Kamera abgebildet ist: „Videoüberwacht!“ Natürlich nur zur eigenen Sicherheit, oder?

Leider ist dem Autor die Umsetzung dieses eigentlich sehr interessanten und auch brisanten Themas nicht allzu gut gelungen. Sehr absurd fängt dieses Buch schon an und verwirrt den Leser bereits nach dem ersten Kapitel. Einige Zeit schlängelt man sich mit diesem Fragezeichen über dem Kopf durch die nächsten paar Seiten und Kapitel. Es dauert lange, bis man sich damit abfinden kann, dass Oliver Pauvert nun mal einen nicht gerade alltäglichen Erzählstil an den Tag legt. Letztendlich wird es dadurch auch sehr schwierig an „Noir“ Gefallen zu finden. Immer wieder legt man dieses Buch kopfschüttelnd zur Seite und wünscht sich insgeheim, dass diese Geschichte doch endlich bald vorbei sein möge.

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