Noir

Noir

Autor Olivier Pauvert Genre Science Fiction
Verlag Heyne
ISBN 978-3-453-67522-3
Übersetzung Oliver Ilan Schulz Erscheinungsdatum (D) März 2007   
Erschienen 2005  Seiten 302

Inhalt

Als ein Mann des grausamen Mordes an einer Frau bezichtigt und von der Polizei abgeführt wird, kommt es während der Fahrt zum Gefängnis zu einem schrecklichen Unfall. Alle sterben – außerdem dem Mörder. Dieser irrt durch den Wald und landet plötzlich in einem Frankreich der Zukunft. Aus der Demokratie wurde ein gnadenloser Überwachungsstaat. Überall sind Kameras und korrupte Polizisten, die keine Scheu davor haben Gewalt anzuwenden. Die Bevölkerung scheint willenlos und absolut gehorsam zu sein. Die einzigen normalen Menschen auf die der Mann während seiner Reise in die Zukunft trifft, sind Schwarze – Mittlerweile eine Randgruppe der Gesellschaft, die nur Nachts auf die Straße dürfen, um die Drecksarbeit für die Weisen zu erledigen.

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 2 von 5 Bs Oliver Pauvert wagt mit seinem Debütroman „Noir“ einen sehr kritischen Blick in unsere Zukunft. Mit seinen Zeilen lässt er eine Welt entstehen, von der wir nur alle hoffen können, dass es niemals so weit kommen wird. Trotz dieser Hoffnung und dem eigentlichen Glauben, dass Pauverts Zukunftsvision niemals zur Realität wird, wird der Leser doch ständig von der Angst begleitet, dass es tatsächlich einmal so weit kommt. In der Tat – Wie weit sind wir von einem Überwachungsstaat noch entfernt? Immerhin begegnen uns im Alltag immer häufiger Schilder auf denen eine Kamera abgebildet ist: „Videoüberwacht!“ Natürlich nur zur eigenen Sicherheit, oder?

Leider ist die Umsetzung dieses eigentlich sehr interessanten und auch brisanten Themas nicht all zu gut gelungen. Sehr absurd fängt dieses Buch schon an und verwirrt den Leser bereits nach dem ersten Kapitel. Einige Zeit schlängelt man sich mit diesem Fragezeichen über dem Kopf durch die nächsten paar Seiten und Kapitel. Erst nach Langem hat man sich damit abgefunden, dass Oliver Pauvert nun mal einen nicht gerade alltäglichen Erzählstil an den Tag legt. Letztendlich wurde es durch diese Tatsache auch sehr schwierig an „Noir“ Gefallen zu finden. Immer wieder legt man dieses Buch kopfschüttelnd zur Seite und wünscht sich insgeheim, dass diese Geschichte doch endlich bald vorbei sein möge.

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