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Kommende Buchkritiken
Das Buch von Eden
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Autor
Kai Meyer
Genre Historischer Roman
Verlag Bastei Lübbe ISBN 3-404-15545-9 Erscheinungsdatum (D) 2004 Seiten 826 |
Inhalt
Aelvin ist Novize in einem abgelegenen Zisterzienserkloster und benimmt sich nicht gerade so, wie man es von einem folgsamen Klosterschüler erwarten würde. Stattdessen gerät er immer wieder in Schwierigkeiten und lässt keine Gelegenheit aus, die Mönche zur Weißglut zu treiben, um sein unspektakuläres Leben mit Abenteuern zu spicken. Doch eines Tages wird sein eintöniges Dasein jäh unterbrochen, als zwei Fremde im Kloster erscheinen - ein Mädchen, das eine unscheinbare Pflanze bei sich trägt und der Gelehrte Albertus Magnus. Sie sind auf der Flucht vor den Schergen des Erzbischofs, denn die geheimnisvolle Pflanze des Mädchens ist die Lumina, die letzte Überlebende des Garten Eden. Jetzt gilt es, den Garten zu finden um das Gewächs an seinen rechten Platz zu bringen und ein neues Paradies entstehen zu lassen, bevor ihre Verfolger ihre eigenen Pläne mit der Lumina verwirklichen können. Und ehe Aelvin sich´s versieht, steckt er mitten drin in dem Abenteuer seines Lebens…
Buchkritik von Karolin Kullmann
Mit “Das Buch von Eden” beweist Kai Meyer einmal mehr, dass sein Ideenreichtum unermesslich ist. Eindrucksvoll verbindet er seine eigenen Gedanken mit historischen Tatsachen und Theorien und Ereignissen aus der Bibel und entführt den Leser dabei in fremdländische Gegenden voller neuer Impressionen. So entsteht eine wunderschöne Geschichte um den Garten Eden - das Paradies. Die ganze Zeit über brennt man förmlich darauf zu erfahren, wie der Garten aussieht und wo er sich befindet. Diese Neugier schafft Kai Meyer ins Unermessliche zu steigern und versteht es auf grandiose Art und Weise, die Spannung am richtigen Punkt herauszuarbeiten. Aber nicht nur der wunderschöne Garten, sondern auch die verschiedenen Völker, die im Zusammenhang der Geschichte auftreten, sind meisterhaft dargestellt. Besonders erwähnenswert ist das Volk der Nizari-Krieger, ihre Lebensphilosophie, die Art des Denkens und ihre Ideale.
Doch ganz perfekt ist “Das Buch von Eden” nicht. Als störend kann die Langatmigkeit gewertet werden, die stellenweise zutage tritt und zum anderen das Ende dieser spannenden Geschichte, das leider im Gegensatz zum Rest des Buches etwas fade anmutete und den Leser in keiner Weise zufrieden stellen kann. Trotzdem ist Kai Meyer auch hier wieder ein toller Abendteuerroman gelungen, der seine begeisterten Anhänger sicher finden wird.
