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Kommende Buchkritiken
Östlich der Sonne & westlich des Mondes
East of the Sun and West of the Moon
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Autor
László Gál
Genre Bilderbuch
Verlag Verlag Freies Geistesleben ISBN 3-7725-1458-8 Übersetzung Susanne Lin Erscheinungsdatum (D) 1994 Erschienen 1993 Seiten 37 |
Inhalt
Ein armer Holzfäller bekommt von einem großen weißen Bären ein unglaubliches Angebot: Gibt er ihm seine jüngste Tochter, so wird der Bär ihn reich machen und alle Sorgen könnten vergessen sein. Empört lehnt der Holzfäller ab, doch Ingrid, seine jüngste Tochter, willigt ein, um der Familie zu helfen. Der Bär ist sehr freundlich zu Ingrid, auf seinem Rücken reitet sie davon und gelangt mit ihm in ein prächtiges Schloss, wo es ihr an nichts fehlt. Nachts träumt sie immer wieder von einem wunderschönen Prinzen. Obwohl sie sehr glücklich ist mit ihrem neuen Leben, plagt Ingrid doch auch das Heimweh sehr. Der Bär ist bereit, sie für einige Tage zu ihrer Familie zu bringen, unter der Bedingung, dass sie verspricht, nie unter vier Augen mit ihrer Mutter zu sprechen. Natürlich schafft Ingrid es nicht, dieses Versprechen zu befolgen und ihre Mutter gibt ihr einen Rat, der großes Unglück über das Leben ihrer Tochter und das des Bären bringt.
Ingrid verliert den Bären und allein muss sie sich auf den Weg machen zu einem Schloss, das östlich der Sonne und westlich des Mondes liegt, um ihn dort wieder zu finden. Auf ihrem Weg trifft sie auf viele freundliche Lebewesen, die alles daran setzen, der jungen Frau zu helfen, ihr Ziel zu erreichen. Wird Ingrid die vielen Prüfungen bestehen, die ihr unterwegs begegnen und schließlich ihren Bestimmungsort erreichen?
Buchkritik von Stefanie Rufle
Ein wunderschönes Bilderbuch, das mit den verträumten Zeichnungen von László Gál einen herben norwegischen Charme hervorzaubert. Dieses norwegische Märchen vermittelt eine großartige Botschaft an Kinder und macht Mut: Nichts ist unmöglich im Leben, selbst wenn man einen großen Fehler gemacht hat, bekommt man auch immer die Chance, alles ins Reine zu bringen - man muss nur den Mut haben, sich auf den Weg zu machen.
Dies ist eine Geschichte ganz im Stil der Grimmschen Märchen und deshalb bestens für Kinder im Vorschulalter geeignet. Die Bilder zeigen nicht zu viel, sondern regen im Gegenteil die Phantasie des Kindes an. Das Märchen an sich ist in einfachen, kurzen Sätzen erzählt und trifft genau die Sprache von Kindern. Entscheidend ist auch der Schluss - wichtig für Kinder im Vorschulalter sind Geschichten, bei denen am Ende alles gut wird. Das gibt ihnen Mut und Zuversicht für ihr eigenes Leben - und genau das ist es doch, was Kinder in der heutigen Zeit so dringend brauchen!
