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Kommende Buchkritiken
Love
Lisey´s Story
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Autor
Stephen King
Genre Horror
Verlag Heyne ISBN 3-453-26532-7 Übersetzung Wulf Bergner Erscheinungsdatum (D) Oktober 2006 Erschienen 2006 Seiten 733 |
Inhalt
Seit zwei Jahren ist Lisey nun schon Witwe, und doch hat sie immer noch das Gefühl, dass zu ihrem Mann, dem berühmten Autor Scott Landon, eine unerklärliche Verbindung besteht. Als Lisey nun den Nachlass ihres toten Mannes regelt, stößt sie auf seltsame Hinweise - Hinweise, die direkt von Scott an sie gerichtet zu sein scheinen.
Immer tiefer gerät Lisey in den Sog der Erinnerungen an eine dunkle Vergangenheit, die sie mit Scott geteilt hat. Längst vergessen geglaubte Dämonen tauchen plötzlich wieder auf, Bruchstücke einer verbotenen Welt, die sie mit ihrem Mann besucht hat, verlangen nach Beachtung. Diese Welt war nur scheinbar ein Paradies, unter der Oberfläche aber lauerte das Böse, das mit seinem giftigen Atem alles zu zerstören drohte, was sich ihm näherte. Immer mehr fühlt Lisey sich verfolgt, ist sich nicht mehr sicher, ob ihr verstorbener Mann sie verfolgt und zu sich holen will. Außerdem ist da noch eine durchaus reale Bedrohung, ein Geistesgestörter, der es auf Scotts Nachlass abgesehen hat.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Wieder einmal gelingt es King, den Leser in eine kranke, gestörte und durch und durch böse Welt zu entführen. Während des Lesens wird man das Gefühl nicht los, sich im zutiefst verwirrten Hirn eines Geistesgestörten zu befinden, seine kranken Gedanken zu denken und unmittelbar zu empfinden, was in ihm vorgeht. Dieser Roman wird als der vielleicht persönlichste Kings angepriesen und man wird bei der Lektüre den Verdacht nicht los, dass das tatsächlich der Fall ist. Die ersten 300 Seiten erscheinen wie die ganz persönlichen Ergüsse des Schriftstellers, man taucht in eine wirre und irgendwie irre Gedankenwelt ein, mit der man wenig anzufangen weiß. Erst ab Seite 300 fängt das Ganze an, irgendwie Sinn zu machen, kommt allmählich die nötige Spannung auf. Ab da nimmt die Story einen immer rasanteren Verlauf, entwickelt eine Dynamik, die den Leser in ihren Sog zieht. Absurde Dinge geschehen, aber die ist man von Stephen King ja gewöhnt, man erwartet sie sogar. Doch hinter dieser Absurdität lauert doch eine durchaus ernstzunehmende Wahrheit, was vordergründig wirr wirkt, verfolgt eine ganz bestimmte Absicht.
Abschließend kann man sagen, dass dies ganz bestimmt nicht einer der besten Romane Kings ist, man hat eher das Gefühl, dass es sich um einen ganz persönlichen Psychotrip handelt. "Love" hat ganz bestimmt nicht die Qualitäten von "Shining", "Sie" oder "Es", Spannung und Originalität sind hier aber zur Genüge vertreten. Um 300 Seiten gekürzt hätte dies ein wirklich sehr empfehlenswerter Thriller werden können.
