Das Zimthaus

Ved profetens skaeg

Das Zimthaus

Autor Bjarne Reuter Genre Roman
Verlag Diana
ISBN 3-453-15022-8
Übersetzung Knut Krüger Erscheinungsdatum (D) 1999   
Erschienen 1996  Seiten 366

Inhalt

Ingeborg, Amalie, Max und Elliot verleben ihre Kindheit in Dänemark. In der Sankt-Laurentius-Allee gibt es nur drei Häuser. Eines davon ist das berühmte Zimthaus, es stammt noch aus der Zeit, als die Familie Asmussen einen internationalen und florierenden Gewürzhandel betrieb.

Außerdem stellt das Zimthaus den Schauplatz der Eingangsszene dar: Als das Brüderchen von Amalie und Ingeborg zur Welt kommt, bricht Direktor Asmussen, als er aller Welt stolz seinen Stammhalter präsentieren möchte, mitsamt dem Fenster und Mauerwerk des alten Hauses ein und kommt dabei zu Tode. Das Baby aber überlebt wie durch ein Wunder.

Von nun an fühlen sich die vier Kinder ohne jeden Kompromiss verantwortlich für den neuen Erdenbürger. Bei ihren Abenteuern und Erlebnissen ist er immer mit dabei und stellt den Mittelpunkt ihres letzten gemeinsamen Kindheitsjahres dar, eines Jahres voller Überraschungen, tragischer und komischer Ereignisse.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs „Das Zimthaus“ ist ein Buch, das den Leser gleichzeitig zum schallenden Lachen, als auch ein ums andere Mal fast zum Weinen bringt. Ein poetischer Roman über das letzte Jahr einer Kindheitsidylle breitet sich hier vor dem Leser aus, heiter, melancholisch und voller Überraschungen, die so skurril wie unglaublich tragisch erscheinen.

Bjarne Reuter ist zweifelsohne ein wunderbarer Erzähler, dem es immer wieder gelingt, dem Leser ein Lächeln abzuringen, manchmal sogar in den tragischsten Passagen. „Das Zimthaus“ ist eine wunderschöne und ergreifende Geschichte, nicht aufregend, nicht packend, aber einfach berührend und unglaublich ausdrucksstark. Wie auf einer sanften Welle gleitet der Leser in der Handlung mit und fühlt sich bald schon wie ein Teil davon. Am Ende schließt man das Buch mit einer gewissen Wehmut und mit dem Gefühl, die Figuren jetzt schon zu vermissen.

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