Feuer und Asche

Raking The Ashes

Feuer und Asche

Autor Anne Fine Genre Roman
Verlag Diogenes
ISBN 3-257-06533-7
Übersetzung Ulla Kösters Erscheinungsdatum (D) September 2006   
Erschienen 2005  Seiten 260

Inhalt

Tilly scheint ihren Traummann gefunden zu haben. Geoffrey ist zärtlich, der perfekte Liebhaber, er bekocht Tilly und ist auch noch treu. Alles scheint perfekt, bis die beiden zusammenziehen. Jetzt bekommt Tilly es nämlich mit Geoffreys Familie zu tun, mit seiner Ex-Frau und den beiden Kindern. Und da ist so einiger Stoff für Konflikte und Streitereien. Doch das Schlimmste ist, dass Tilly sich nie wirklich integriert fühlt - immer bekommt sie sehr deutlich zu spüren, dass sie nicht wirklich zur Familie gehört. Was sie zu Beginn mit Weißglut erfüllt, nämlich Geoffreys dreiste Lügen, seine Ausweichmanöver, wenn es um seine Familie geht, führt irgendwann zur Resignation. Nach und nach beginnt Tilly sich zu fragen, was sie eigentlich noch bei diesem Mann hält, der doch immer nur den Weg des geringsten Widerstands sucht und sich mehr und mehr als Feigling entpuppt. Immer öfter plant sie die Flucht aus dieser Beziehung, versucht durch immer neue Seitensprünge zu entkommen - doch sie, die doch sonst so stark und direkt ist, scheint hier zu scheitern....

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 2 von 5 Bs Diesem Buch gelingt es in keiner Sekunde, zu fesseln! Immer wieder während der Lektüre fragt man sich, in welches Genre man da eigentlich hineingeraten ist. Handelt es sich nun um einen Beziehungsroman, einen Krimi oder doch eher um eine Satire? Man fischt beim Lesen mehr oder weniger im Trüben, hat keine Ahnung, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln soll. Die meiste Zeit wähnt man sich in einer Erzählung über eine schwierige Beziehung, die aber weder besonders lustig noch sehr nachdenklich ist. Was also ist der Sinn dieser Erzählung? Erst auf den letzten Seiten wird klar, wohin sich die Geschichte entwickelt - und diese letzten paar Seiten sind dann auch mit Abstand das Beste, was dieses Buch zu bieten hatte.

Zugegeben, die Sprache der Autorin ist durchaus elegant, der Erzählstil angenehm und leicht, aber die Story an sich hat eindeutig zu wenig Potential, um "Feuer und Asche" zu einem spannenden Buch zu machen. Obwohl immer wieder der feine Sarkasmus und das psychologische Einfühlungsvermögen von Anne Fine durchblitzen, ist dies doch eher ein durchschnittlicher Roman.

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