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Kommende Buchkritiken
Die Apothekerin
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Autor
Ingrid Noll
Genre Krimi
Verlag Diogenes ISBN 3-257-22930-5 Erscheinungsdatum (D) 1994 Seiten 249 |
Inhalt
Hella Moormann und Rosemarie Hirte sind Bettnachbarinnen in der Heidelberger Frauenklinik. Aus Langeweile vertraut Hella der anderen Frau ihre dunkelsten Geheimnisse an. Von Beruf ist sie Apothekerin und hat dadurch natürlich Zugang zu den gefährlichsten und giftigsten Arzneimitteln. Ein Umstand, der so manch einem aus ihrer Umgebung zum Verhängnis werden könnte. Denn einerseits hat sie zwar einen ausgeprägten Helfer- und Muttertrieb, der sich allerdings ins Gegenteil umwandeln kann, wenn einer ihrer Lieben bedroht wird.
Und da sie immer wieder an die falschen Männer gerät, ist ihr Beschützerinstinkt sehr ausgeprägt. Als sie es mit einem nichtsnutzigen und äußerst leichtlebigen Studenten zu tun bekommt, der dazu noch nicht einmal der treueste ist, wird Hella immer unberechenbarer. Eine Erbschaft der besonderen Art und ein Kind von mehreren Vätern tun ihr übriges dazu, die Situation eskalieren zu lassen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Einfach herrlich! Rosemarie Hirte, die Heldin aus "Der Hahn ist tot" und Hella Moormann, Nolls neue mordende Lady, in einem Krankenzimmer. Was das bedeutet, können Noll-Fans sich sicherlich lebhaft vorstellen.
In „Die Apothekerin“ dürfen wir endlich wieder in die Abgründe der menschlichen Psyche blicken - es scheint nichts zu geben, wozu die Protagonistin nicht fähig wäre. Und das natürlich nur aus den reinsten und unschuldigsten Motiven – wer Rosemarie Hirte kennt, kann sich das lebhaft vorstellen! Wunderbar, wie es der Autorin wieder einmal gelingt, ironisch und so ungemein unterhaltend zu erzählen. Sie haucht ihren Figuren Leben ein, lässt sie bitterböse sein - und doch so wunderbar sympathisch. "Die Apothekerin" ist ein spannender Kriminalroman, packend und gleichzeitig unglaublich witzig. Hier kann man endlich mal wieder Tränen lachen und sich über den bitterbösen Humor von Ingrid Noll freuen!

