Zeit des Lavendels

Zeit des Lavendels

Autor Petra Gabriel Genre Historischer Roman
Verlag Bastei Lübbe
ISBN 3-404-14752-9
Erscheinungsdatum (D) 2001   Seiten 394

Inhalt

Die fünfzehnjährige Katharina lebt im Jahre 1543 als Dienerin der Äbtissin Magdalena von Hausen im Stift zu Seggingen. Doch die Standesunterschiede machen ihr zu schaffen, schlecht kommt sie mit der sozialen Ungerechtigkeit zurecht. Von der alten Heilerin wird sie in die Kräuterkunde eingewiesen, später soll sie deren Nachfolge antreten. Doch die Bürger von Seggingen werden misstrauisch, sie bezichtigen die junge Frau der Hexerei, weshalb sie zu Magdalenas Schwester nach Basel geschickt wird.

Dort trifft Katharina den mysteriösen Mönch Thomas Leimer, dessen enormer Anziehungskraft sie sich kaum entziehen kann. Noch erkennt sie nicht, welch falsches Spiel er spielt und tut deshalb etwas, das nicht nur ihr eigenes Unglück bedeuten könnte.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs "Zeit des Lavendels" ist ein Buch, das hauptsächlich wegen des Lokalkolorits reizt. Spielt es doch in Seggingen, dem heutigen Bad Säckingen, was für Menschen aus dieser Gegend eine besondere Faszination bietet. Die Autorin lebt in der Stadt und das merkt man, hat sie doch ein sehr fundiertes Wissen über die Örtlichkeiten und historischen Ereignisse. Doch damit erschöpft sich auch schon die Faszination, die dieser Roman ausübt. Schlecht gelingt es der Autorin, ihren Figuren Leben einzuhauchen, sie für den Leser vertraut werden zu lassen. Die Handlung schleppt sich stellenweise dahin und erst gegen Mitte des Buches kommt langsam eine leidliche Spannung auf. Die Fakten sind wie gesagt gut recherchiert und auch einigermaßen interessant dargestellt. Trotzdem fehlt diesem Roman das gewisse Etwas, das ein wirklich gutes und mitreißendes Buch ausmacht.

Gut gelungen ist Gabriel die Schilderung der sozialen Missstände der damaligen Zeit, des gesellschaftlichen Gefälles und der Frustration der so genannten Unterschichten. Wer also an geschichtlichen Fakten und weniger an einem spannenden historischen Roman interessiert ist, könnte durchaus Gefallen an dem Buch finden.

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