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Kommende Buchkritiken
Eine gefährliche Erbschaft
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Autor
Edda Helmke
Genre Krimi
Verlag Piper ISBN 9783492252478 Erscheinungsdatum (D) Januar 2009 Seiten 320 |
Inhalt
Der Fall scheint klar zu sein: Als der Bauunternehmer Hanno Gießmann und seine kleine Tochter in einem Wohnmobil an der deutschen Ostseeküste erschossen aufgefunden werden, steht für die Ermittler fest, dass es sich hier um einen erweiterten Suizid handelt. Lilly Todenhaupt, freie Journalistin in Berlin, wird von einer Frauenzeitschrift auf den Fall angesetzt, ist Hanno doch ein ehemaliger Bekannter aus Lillys süddeutschem Heimatort. Zudem war er zweiter Teilhaber der Baufirma, die dem Mann von Lillys alter Freundin Dorit gehört.
Obwohl Lilly als allein erziehende Mutter einer pubertierenden Tochter eigentlich ganz andere Sorgen hat, nimmt sie den Auftrag an und muss bald schon erkennen, dass es sich um viel mehr, als um eine tragische Familientragödie handelt. Lilly schlittert in einen verworrenen Kriminalfall, in den sie sich selbst mehr und mehr verstrickt.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Diesen ausgeklügelten Krimi zeichnet vor allem der erfrischende und vor Humor nur so strotzende Erzählstil der Autorin aus. Es ist unverkennbar, dass Edda Helmke schon den einen oder anderen so genannten Frauenroman geschrieben hat, bevor sie sich dem Krimi-Genre zuwandte. Dass dieser Genremix aber durchaus einigen Charme zu bieten hat, zeigt sich an „Eine gefährliche Erbschaft“. Es ist weniger die spannende Handlung, die den Leser fesselt, sondern vielmehr Helmkes ironische und humoristische Zeichnung der Charaktere und ihre Erzählweise, die stets von einem Augenzwinkern begleitet wird.
Die Geister der Vergangenheit, die einen irgendwann einholen – das ist das Thema dieses Kriminalromans, und es gelingt der Autorin eindrücklich, die Folgen dieser dunklen Schatten aufzuzeigen. Somit ist „Eine gefährliche Erbschaft“ in erster Linie eine eindrückliche Studie der menschlichen Psyche und derer finsteren Abgründe. Wer einen Kriminalroman im klassischen Stil erwartet, wird hier weniger auf seine Kosten kommen, doch experimentierfreudige Leser werden an „Eine gefährliche Erbschaft“ durchaus ihre Freude haben.
