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Kommende Buchkritiken
Owen Meany
A Prayer for Owen Meany
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Autor
John Irving
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 3-257-22491-5 Übersetzung Edith Nerke und Jürgen Bauer Erscheinungsdatum (D) 1990 Erschienen 1989 Seiten 853 |
Inhalt
Owen Meany ist wirklich ein seltsamer Junge: ungewöhnlich kleinwüchsig, mit einer Stimme, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, wenn sie ertönt. Und doch ist er der beste Freund von John Wheelwright, ja, dieser könnte sich keinen besseren wünschen. Das Leben mit Owen ist alles andere als langweilig, auch wenn er furchtbar altklug ist, manchmal wie ein Engel wirkt und ein andermal wieder zum Fürchten ist. John ist ohne Owen einfach nicht vorstellbar, die beiden halten zusammen wie Pech und Schwefel, selbst als Owen eine Schlüsselrolle beim Tod von Johns Mutter spielt, die er verehrt.
Auch als sie längst den Kinderschuhen entwachsen sind, teilen die beiden Freunde (fast) alles miteinander. Doch Owen wird von einer furchtbaren Vorahnung geplagt, hat eine Vision, die aber niemand so richtig ernst nehmen will. Obwohl er nur 1,50 Meter groß ist, ist er fest entschlossen, zum Militär zu gehen und sich freiwillig für Vietnam zu melden. Vorher muss er aber noch das Leben seines besten Freundes in geregelte Bahnen lenken...
Buchkritik von Stefanie Rufle
Mit "Owen Meany" ist John Irving ein wahres Meisterwerk gelungen, eine bewegende, berührende Geschichte über eine einzigartige Freundschaft, die keine Grenzen kennt. Außerdem setzt sich der Autor mit der Frage auseinander, wie man in einer chaotischen Welt wie der unseren noch einen tiefen Glauben bewahren kann. Owen ist sein Beispiel für diesen starken Glauben, der sich durch nichts erschüttern lässt, ist quasi der Messias Amerikas, an den die Menschen erst glauben wollen, als es fast zu spät ist.
Gleichzeitig ist "Owen Meany" ein zutiefst gesellschaftskritischer Roman, der die Selbstgefälligkeit und mangelnde politische Bildung des amerikanischen Volkes anprangert. Mit Owen Meany hat Irving einen Helden geschaffen, der sympathisch und gleichzeitig unheimlich schillernd ist, eine Figur, die man nicht mehr so schnell vergessen wird. Dieses Buch stimmt nachdenklich, berührt zutiefst und lässt einen eins ums andere Mal Tränen lachen - einfach nur genial!

