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Kommende Buchkritiken
Edgar Wallace: Der grüne Bogenschütze
The green Archer
|
Autor
Edgar Wallace
Genre Krimi
Verlag Wilhelm Goldmann Verlag ISBN 04450-3(Buch-Nr.) Übersetzung Gregor Müller Erscheinungsdatum (D) 1928 Erschienen 1923 Seiten 194 |
Inhalt
Abel Bellamy ist ein amerikanischer Geschäftsmann, der mit allen Wassern gewaschen ist. Auch vor der brutalen Umsetzung seiner Interessen macht er nicht halt. Dabei macht er sich selbstverständlich selber nie die Hände schmutzig. Sein Rückzugsgebiet ist das englische Schloß Garre Castle. Wie alle englischen Herrschaftshäuser hat auch dieses seinen eigene Geist: Es wird gemunkelt, dass in Garre Castle der grüne Bogenschütze umgeht. Bellamy selbst glaubt nicht an Geister. Als jedoch einer seiner zwielichtigen Handlanger von einem äußerst realen grünen Pfeil getötet wird, kommt nicht nur er ins grübeln. Auch für die Presse sind diese Story und der grobschlächtige Millionär ein gefundenes Fressen, zumal der Geist nun immer öfter auftaucht. Mit seinen fragwürdigen Beziehungen ist Bellamy bald auch im Visier von Scotland Yard. Und dann taucht auch noch die hübsche junge Valerie Howett auf, die an Abel Bellamy und seinem Schloß ein ganz spezielles Interesse zu haben scheint.
Buchkritik von Melanie Frommholz
So stelle ich mir gute Krimiunterhaltung vor! Edgar Wallace schafft es von der ersten Seite an, den Leser in die Geschichte zu ziehen. Geschickt spinnt er seine Handlungsfäden hin zum großen Showdown. Die Spannung verdichtet sich Seite um Seite, so dass man als „kleiner Ermittler“ selbst bald mit roten Ohren über der Lektüre sitzt und grübelt, wer den nun der grüne Bogenschütze ist und wie die bunt zusammengewürfelten Charaktere zusammengehören. Dabei versteht es Wallace vortrefflich gerade soviel Wissen preis zu geben, dass man als Leser noch tiefer in sein Labyrinth aus Rätseln, Verbrechen und Geheimnissen gerät. Gut gefallen hat mir auch, dass der Autor auch den Humor nicht außen vor lässt. In Person des Journalisten Spike Holland erfährt die Geschichte immer wieder eine amüsante Auflockerung. Insgesamt gesehen ist „Der grüne Bogenschütze“ ein zeitlos guter Krimi, der sein letztes Geheimnis wirklich erst am Schluss Preis gibt, alles andere als vorhersehbar und ein echter Lesespaß.

