Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Die Gauklerin
|
Autor
Astrid Fritz
Genre Historischer Roman
Verlag Rowohlt ISBN 3-499-24023-8 Erscheinungsdatum (D) 2005 Seiten 509 |
Inhalt
Ravensburg im Jahr 1620. Agnes lebt mit ihren beiden Brüdern wohlbehütet im Haus ihrer Eltern. Zu wohlbehütet womöglich, denn als sie sich in einen fahrenden Sänger verliebt, sind ihre Eltern mit dieser Verbindung alles andere als einverstanden. Doch Agnes lässt sich ihre Liebe nicht verbieten - sie flieht mit Kaspar in das ferne Stuttgart, um sich dort mit ihm ein gemeinsames Leben aufzubauen. Doch schnell muss die junge Frau erkennen, dass ihre große Liebe ein Blender ist. Von dem versprochenen guten Leben ist das Paar weit entfernt, und als Agnes schwanger wird, lässt Kaspar, der inzwischen ihr Ehemann ist, sie einfach sitzen. Agnes muss nun selber für ihr Auskommen und das des Kindes sorgen und arbeitet sich von der einfachen Spülmagd zur Zofe der württembergischen Prinzessin herauf.
Währenddessen verschont der Dreißigjährige Krieg auch Stuttgart und die Residenz des Herzogs nicht. Die Entbehrungen des Krieges werden immer deutlicher und dazu kommt Agnes Sorge um ihre Familie im fernen Ravensburg. Erfährt sie doch, dass Mathes und Jakob, ihre beiden Brüder, sich jetzt als Feinde im Krieg gegenüberstehen. Nach dem Tod des Vaters nimmt sie ihre Mutter bei sich auf und ist eines Tages gezwungen, sich auf die Suche nach ihren beiden Brüdern zu machen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Hier wird also die Geschichte "Der Hexe von Freiburg" und der "Tochter der Hexe" weitergesponnen. Agnes ist die Tochter von Marthe-Marie, muss sich aber weniger mit der furchtbaren Angst vor den Hexenverfolgungen, als vielmehr mit den Entbehrungen und schrecklichen Grausamkeiten des Dreißigjährigen Krieges herumschlagen. "Die Gauklerin" ist ein historischer Roman, der seinen beiden Vorgängern an Spannung und Authentizität in nichts nachsteht, wenn es auch zu Beginn etwas schwerer fällt, in die Geschichte hinein zu finden. Auch hier gelingt es Astrid Fritz wieder, das Leben unserer Vorfahren sehr realistisch und mit viel Liebe fürs Detail zu schildern. Es ist spürbar, dass die Autorin sehr sorgfältig recherchiert hat - die kleinen Feinheiten machen diesen Roman aus!
Sehr einfühlsam wird hier von einem Stück deutscher Geschichte erzählt, von einem Leben, das grausam, düster und doch auch sehr aufregend war. Immer wieder während des Lesens kann man sich eines Gefühls der Erleichterung nicht erwehren, dass man das Privileg hat, im 21. Jahrhundert leben zu dürfen.
Wissenswertes
Die Buch-Reihe:
Band 1:
Die Hexe von Freiburg
Band 2:
Die Tochter der Hexe
Band 3:
Die Gauklerin
