Ein letzter Sommer in Sa Costa

Autor: Anna Freedman
Genre: Liebesroman
Verlag: Rowohl Tb
ISBN: 3-499-23852-7
Erscheinungsdatum (D) 2005 Erschienen 2004
Seiten 539
Übersetzung Blanca Dahms, Gabriele Gockel

Ein letzter Sommer in Sa Costa We are Family

Inhalt

Laurie fällt aus allen Wolken, als eines Tages ihr Telefon klingelt und eine Frau namens Rachel in der Leitung ist, die behauptet ihre Tante zu sein. Laurie hatte keine Ahnung davon, dass ihr Vater Bill eine Schwester hat. Als sie Bill zur Rede stellt, verbietet dieser ihr, jemals wieder Kontakt zu Rachel aufzunehmen. Doch Laurie will wissen, wieso Bill und Rachel zwei unabhängige, getrennte Leben führen. Um das Geheimnis zu lüften, fliegt sie nach Mallorca, um die andere Hälfte ihrer Familie kennenzulernen. Dort angekommen, trifft Laurie überraschenderweise Sam wieder. Er ist der Mann, mit dem sie die schönsten Tage ihres Lebens verbracht hat und der Mann, der sie ohne ein Wort wieder verlassen hat. Aber es kommt noch besser, denn Sam ist mit Lauries „neuer“ Cousine verheiratet. Für was wird sich Laurie entscheiden: Familienglück oder die große Liebe?

Buchkritik von Kathrin  Lang

„Ein letzter Sommer in Sa Costa“ scheint auf den ersten Blick keine sonderlich anspruchsvolle Lektüre zu sein. Der Klappentext und ebenso das Buchcover versprechen eine lockerleichte Geschichte, die sich ganz gemütlich lesen lässt. Auf den zweiten Blick merkt man jedoch schnell, dass Anna Freedman durchaus mehr für ihre Leser bereithält. „Ein letzter Sommer in Sa Costa“ wartet mit etlichen Handlungssträngen auf, die obendrein noch in zwei verschiedenen Zeiten spielen. Hinzu kommt, dass nahezu jeder Charakter seine eigenen Kapitel hat, in denen die einzelnen Sichtweisen geschildert werden. Und auch die Handlung an sich hat einiges mehr zu bieten, als anfänglich noch vermutet. Hauptsächlich werden hier zwei große Liebesgeschichten erzählt, doch auch das Verhältnis einzelner Familienmitglieder zueinander wird eingehend beleuchtet.

Nun bleibt noch die Frage, ob „Ein letzter Sommer in Sa Costa“ nicht schon etwas zu kompliziert geraten ist. Zugegeben, die vielen Handlungsstränge machen es nicht gerade einfach, den Einstieg in diesen Roman zu schaffen. Auch die Story weist einige unrealistische und an ihren Höhepunkten gar kitschige Stellen auf. Im Großen und Ganzen gesehen erzählt „Ein letzter Sommer in Sa Costa“ jedoch eine wahrlich schöne und stellenweise auch sehr traurige Geschichte, die es schafft den Leser zu fesseln und manchmal sogar zu berühren.

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