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Nijura - Das Erbe der Elfenkrone
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Autor
Jenny Mai Nuyen
Genre Fantasy
Verlag cbj ISBN 3-570-13058-4 Erscheinungsdatum (D) August 2006 Seiten 512 |
Inhalt
Nill lernte im Leben schnell, was es heißt, zu niemandem zu gehören. Ausgesetzt und ohne zu wissen, wer Vater und Mutter sind, zog sie eine Menschenfamilie auf. Sie selbst ist ein Mischling: Halb Mensch, halb Elfe. Im Dorf ist sie nur der „Bastard“, ein Niemand, eine Ausgestoßene. Nill hat sich damit abgefunden.
Eines Abends, als sich Nill erneut zu lange in ihrem geliebten Wald aufhält, geschieht etwas Seltsames. Ein Baum öffnet sich und „übergibt ihr“ eine Art Messer, einen Steindorn. Es dauert nicht lange und es kommt heraus, das nur dieser Dorn den unbesiegbaren Menschenkönig der Moorelfen töten kann, der mit einer List den wahren König getötet und so die Krone an sich gebracht hat. In einer Versammlung der Menschen wird beschlossen, das ausgerechnet sie, der „Bastard“ zu dem Menschenkönig geschickt werden soll, um ihm den Steindorn friedlich zu übergeben. So wollen die Menschen dem König ihre Treue beweisen. Daher wird Nill auf eine Reise geschickt, die gefährlicher und für sie überraschender nicht sein könnte…
Buchkritik von Thomas Ays
Es scheint geradezu unfassbar, dass die Autorin Jenny Mai Nuyen (Ist dieser Name nicht einfach wundervoll?) 1988 geboren wurde. 2006 erschien ihr Erstlingswerk „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“. Die Autorin ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 18 Jahre alt. Das stellt der Leser jedoch auf keiner Seite des Buches auch nur ansatzweise fest. „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ ist ein spannender Fantasy-Roman aus dem Hause CBJ, das ja bekanntlich vermehrt Jugendbuchliteratur veröffentlicht. In genau diese Sparte passt dieses Buch sehr gut. Jugendliche werden vermutlich mit „Nijura“ viel Spaß haben.
Schade sind hier nur zwei Dinge: 1. Der Anfang. 2. Der Schluss. Zu Beginn findet der Leser viel zu schwer in die Geschichte und zum Schluss wirkt alles seltsam gehetzt. Da wird, "Der Herr der Ringe"-like, eine Reise mit Gefährten erzählt, die ausgeschmückter nicht sein könnte. Die Charaktere, allesamt toll beschrieben, werden durch Erzählstränge geschickt, die interessant, unvorhersehbar und originell wieder zusammengeführt werden. Und dann? Dann scheint es so, als sei die Zeit knapp. Als müsse das Buch jetzt noch schnell enden. Eigentlich ist man als Fortsetzungsroman-geschädigter Leser ja geradezu bereit, einen weiteren Band zu lesen, 100 Seiten vor Ende des Buches denkt man nämlich nicht auch nur im Traum daran, das dieses Buch auch tatsächlich endet. Eher rechnet man mit einem offenen Ende, das einen in eine weiterführende Geschichte entführt. Doch nein. „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ endet abgeschlossen, was doch sehr schade ist.
„Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ ist dennoch ein spannender, packender und zeitweise wirklich originell geschriebener Fantasy-Jugendroman, der seine Fans mit Sicherheit finden wird.
