Die Insel der Stürme - Die Priesterin der Türme

Die Insel der Stürme - Die Priesterin der Türme

Autor Heide Solveig Göttner Genre Fantasy
Verlag Piper
ISBN 3-492-75004-4
Erscheinungsdatum (D) 2006   Seiten 431

Inhalt

Als Priesterin des Totengottes Antiles gehört Amra zu den Unberührbaren in ihrer Stadt Caláxi. Ihre Aufgabe ist die Begleitung der Sterbenden hinüber auf die andere Seite. Dabei ermöglicht ihr ihr Taú tief in die Seele der Menschen zu blicken. Amra lebt in unruhigen Zeiten. Das kriegerische Ziegenvolk der Nraurn versetzt das Land in Unruhe. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der plötzlich in Caláxi auftauchende Fremde Jemren nicht mit offenen Armen aufgenommen wird. Der Mann aus dem Norden hat zudem ein Verlorenes Kind bei sich. Nach einer alten Prophezeiung ein göttliches Wesen mit türkisfarbenen Augen, dass den Untergang der Menschen verheißt. Doch Amra kann in der kleinen Lillia nichts Böse erkennen und auch der Erste Krieger der Stadt, Gorun ist voll von Zweifeln, als die Versammlung der Adligen von Caláxi das Todesurteil über Lillia verhängt. Doch als die Erde zu beben beginnt und der mächtige Weststurm der Stadt fällt scheint das vorhergesagte Unheil seinen Lauf zu nehmen.

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 5 von 5 Bs Fans epischer Fantasy-Literatur aufgepasst! Hier ist ein Kleinod made in Germany. Mit ihrem Erstling „Die Priesterin der Türme“, Band 1 der Trilogie „Die Insel der Stürme“, empfiehlt sich die Autorin Heide Solveig Göttner eindrucksvoll für einen vorderen Platz unter Deutschlands „phantastischen Schreiberlingen“. Der Roman rund um die Priesterin Amra, den Krieger Gorun und den Bogenschützen Jemren ist spannungsgeladen und facettenreich. Der Schreibstil der Autorin macht ein Eintauchen in die Handlung leicht. Besonders positiv fällt die Dreiteilung des Buches auf. Je ein Drittel „gehört“ einem der Hauptcharaktere, seiner Sichtweise der Geschehnisse. Dabei schreitet die Geschichte jedoch unaufhörlich voran, nimmt den Leser Stück für Stück mit auf die Insel der Stürme. Besonders positiv fällt auf, dass Heide Solveig Göttner sich die Dinge aus sich selbst heraus erklären lässt. Ohne störende „Was-ich-unbedingt-vorab-noch-erläutern-wollte“-Einlagen. Mühelos schafft sie es der Handlung jene Tiefe zu geben, die für diese Art von epischer Erzählung so wichtig ist. Ohne Probleme verbindet sie düstere Prophezeiungen und gefährliche Abenteuer zu einer spannenden Mischung, der man sich nur schwer entziehen kann. Die Welt, die die Autorin aufbaut, lässt dabei durchaus reale Bezüge erkennen. Ein Land, das durch eine Grenze seit Jahren zweigeteilt ist, zwei Völker, die eigentlich eins sind, durch eine kriegsbedingte Spaltung jedoch eine völlig andere Entwicklung nahmen. Kommt uns in Deutschland irgendwie bekannt vor, oder?! Auch eine starke Anlehnung an die Völker des Mittelmeeraumes und ihre Kultur ist erkennbar. "Geheimnisvoll, farbenprächtig, elegant - Die Fantasy-Überraschung des Jahres." - In diesem Fall hält der Text des Buchumschlages eindeutig was er verspricht.

Wissenswertes

Die Trilogie Die Insel der Stürme umfasst folgende Bände
Band 1:
Die Insel der Stürme - Die Priesterin der Türme
Band 2:
Die Insel der Stürme - Der Herr der Dunkelheit
Band 3:
Die Insel der Stürme - Die Königin der Quelle

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