Flossen weg!

Autor: Christopher Moore
Genre: Science Fiction
Verlag: Goldmann
ISBN: 3-442-54208-1
Erscheinungsdatum (D) 2005 Erschienen 2003
Seiten 413
Übersetzung Jörn Ingwersen

Flossen weg! Fluke - Or, I Know Why The Winged Whales Sings

Inhalt

Der Meeresbiologe Nate Quinn erforscht seit Jahren auf Hawaii das Geheimnis des Gesangs der Buckelwale. Als er kurz davor steht, herauszufinden warum die großen Meeressäuger singen, geschehen plötzlich seltsame Dinge. Erst entdeckt er einen Wal, auf dessen Schwanzflosse groß und deutlich „Flossen weg!“ steht, was er allerdings noch als Hirngespinst abtut. Kurz darauf erhält Nate per Telefon eine Nachricht von demselben Wal, der ihm sagt, er solle ihm ein Pastrami-Sandwich mitbringen. Spätestens jetzt kann Nate nicht mehr an einen Zufall glauben und versucht, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Doch dann verschwindet der Forscher plötzlich. Während sein Team ahnungslos zurückbleibt und davon ausgeht, dass Nate tot ist, wird dieser von dem Wal in die entlegene Unterwasserstadt Gooville entführt, wo er dem Geheimnis des Walgesangs immer näher kommt…

Buchkritik von Johanna  Dessecker

Allein schon die Idee des Buches fand ich im Laden so klasse, dass ich mir „Flossen weg!“ sofort mitgenommen habe. Und ich wurde nicht enttäuscht: die Geschichte, die den Leser hier erwartet ist herrlich unrealistisch. Christopher Moore wird nicht umsonst oft mit Science Fiction-Autoren wie Douglas Adams oder Terry Pratchett verglichen. Wie diese beiden versteht er es, ein humorvolles, absurdes Bild von der Zukunft heraufzubeschwören.
Sein subtiler, nicht auf den ersten Blick ersichtlicher Humor hat mich an vielen Stellen zum Schmunzeln gebracht. Schade ist nur, dass Moore dann manchmal, vor allem im letzten Drittel des Buches, doch auf Holzhammer-Witze zurückgreift. Nötig hat er das eigentlich nicht, denn er ist ein wirklich brillanter Geschichtenerzähler.
So sind zum Beispiel die Charaktere extrem gut gelungen. Besonders Nate wächst einem mit der Zeit richtig ans Herz. Einziger Kritikpunkt an dieser Stelle: Der Übersetzer hat den Ton und die Art von Nates dauerbekifften Assistenten Kona auf Deutsch leider nicht so gut getroffen. (Außerdem scheint er sich mit der Lebensweise von grasrauchenden Surfern nicht so sehr beschäftigt zu haben, da passieren ihm einige Fehler, die sogar mir als Laie auf dem Gebiet auffielen.) Im Original kommen Kona und der Rasta-Pidgin-Slang sicher besser zur Geltung, vor allem weil Christopher Moore sich dafür extra Hilfe geholt hat, wie er im Nachwort schreibt.
Die gute Vorbereitung des Autors spürt man tatsächlich auf jeder Seite des Buches. Er mischt fundiertes Wissen über Wale mit seinen eigenen Phantasien, so dass man schließlich alles logisch und schlüssig findet was er schreibt. Tatsächlich ist natürlich fast alles ausgedacht.
Fazit: es macht einfach Spaß mit Christopher Moore und Nate nach Gooville abzutauchen!

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