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Kommende Buchkritiken
Die Kunst des Liebens
The Art of Loving
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Autor
Erich Fromm
Genre Sachbuch
Verlag Ullstein ISBN 3-548-36784-4 Übersetzung Liselotte & Ernst Mickel Erschienen 1956 Seiten 158 |
Inhalt
"Es gibt kaum eine Aktivität, kaum ein Unterfangen, das mit so ungeheuren Hoffnungen und Erwartungen begonnen wird und das mit einer solchen Regelmäßigkeit fehlschlägt wie die Liebe.“ (Die Kunst des Liebens, Seite 15)
Trotz der regelmäßigen Enttäuschungen in der Liebe werden wir nie aufhören, nach ihr zu suchen. Dieses Phänomen erklärt Erich Fromm in seiner Abhandlung über die Liebe. Er beschreibt das Wesen der Liebe, ihre Bedeutung für die menschliche Existenz und den Verfall dieses wunderschönen Gefühls in der heutigen Gesellschaft.
Ist Lieben eine Kunst? Kann man lernen zu lieben? Ist Selbstliebe etwas Schlechtes? Auch diesen Fragen geht Erich Fromm auf den Grund und stellt dabei die verschieden Arten der Liebe, wie Nächstenliebe, Mutterliebe oder die erotische Liebe, aber auch einige Arten der Pseudoliebe dar.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Obwohl Fromms Abhandlung auch ein Kapitel über die Praxis der Kunst des Liebens enthält, sollte man nicht erwarten, einen Do it yourself - Ratgeber in den Händen zu halten, der einem in kleinen Schritten alle Geheimnisse dieses Gefühls nahe bring und lehrt, richtig zu lieben. Vielmehr ist „Die Kunst des Liebens“ ein Werk, das dem Leser Aspekte der Liebe aufzeigt, die man eigentlich schon weiß, denen man jedoch nie die nötige Aufmerksamkeit geschenkt hat. Es werden aber auch ganz neue Gesichtspunkte beschrieben, die die Liebe in ein neues, noch viel bedeutungsvolleres Licht rücken.
Beim Lesen muss man sehr konzentriert sein, um den komplexen Inhalt wirklich zu erfassen und sicher wird jeder Leser einige Theorien Fromms finden, mit denen seine eigenen Auffassungen nicht übereinstimmen, so zum Beispiel seiner Hypothese über die Entstehung von Homosexualität. Man bedenke aber, dass das Buch 1956 erschienen ist, in einer Zeit also, als die Gesellschaft noch um einiges intoleranter war als heute. Trotz einiger vielleicht veralteter Auffassungen ist „Die Kunst des Liebens“ also ein Werk, das nicht an Aktualität verlieren wird, denn die Liebe wird es hoffentlich immer geben.

