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Autor
Leon de Winter
Genre Roman
Verlag Diogenes ISBN 3-257-23434-1 Übersetzung Hanni Ehlers Erscheinungsdatum (D) 2003 Erschienen 2002 Seiten 417 |
Inhalt
Just in dem Moment, als Joop Koopmann von seinem alten Freund Philip, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat, in einen Spionagefall verwickelt wird, erfährt er, dass seine Tochter Mirjam bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Mirjam ist am Tag ihres Todes 17 geworden, sie konnte ihren Geburtstag nicht einmal mehr feiern. Koopmann ist am Boden zerstört, voller Hass auf den jungen Mann, der seine Tochter auf dem Motorrad mitgenommen hat und so unschuldig ihren Tod verursachte. Doch der junge „God“, Besitzer eines Fitness-Studios, will alles tun, um seine Schuld wieder gutzumachen. Er lässt Joop nicht mehr aus den Augen, quartiert sich vor dessen Haus ein und ist sogar bereit, dem trauernden Vater sein Leben zu überlassen.
Doch auch Philip lässt nicht zu, dass Joop sich ganz seiner Trauer überlässt, er tut weiterhin alles, um diesen als Agenten für den israelischen Geheimdienst zu gewinnen. Und dann ist da noch Linda, Joops Cousine, mit der er - damals fast noch ein Kind – eine heiße Affäre hatte. Sie erinnert sich nach Jahren wieder seiner und versucht, ihn von ihren buddhistischen Wiedergeburtstheorien zu überzeugen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Dieses Buch kann man einfach nicht mehr weglegen! Hier ist alles vereint – Thriller, Tragödie, Politspionage und Esoterik. De Winter schreibt so leichtfüßig, so weise und doch auch so spannend, dass das Lesen zu einem wahren Vergnügen wird. Hier geschehen Tragödien, ohne dass auch nur einmal der Kitsch zum Vorschein kommt, es werden Verschwörungstheorien geschmiedet, die man ohne weiteres glauben kann und immer wieder aufs Neue werden die Fragen behandelt, die uns Menschen so sehr beschäftigen: Was ist der Ursprung unseres Lebens, wohin gehen wir, wenn das Leben beendet ist?
Leon de Winter erzählt diese Geschichte mit einer unglaublichen Leichtigkeit, er ist ein herausragender Erzähler, dem es gelingt, den Leser von der ersten bis zur letzen Seite zu fesseln! Zum Schluss bleiben viele Fragen offen, manches wird nicht geklärt – vielleicht ist gerade das der Grund, warum einen dieses Buch lange nicht mehr loslässt.
