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Misery

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Autor Stephen King Genre Horror
Verlag Heyne
ISBN 3-453-05135-1
Übersetzung Joachim Körber Erscheinungsdatum (D) 1987   
Erschienen 1987  Seiten 396

Inhalt

Paul Sheldon gerät auf einer Autofahrt durch Colorado in einen Schneesturm und verunglückt. Als er aus seiner Bewusstlosigkeit auftaucht, befindet er sich im Bett eines Hauses – dieses Haus gehört Annie Wilkes, ehemalige Krankenschwester und seine Lebensretterin. Doch Annie hat Paul aus nicht ganz uneigennützigen Gründen gerettet, auf den ersten Blick hat sie nämlich erkannt, dass es sich bei ihm um den Autor ihrer Lieblingsroman-Reihe handelt, deren Heldin Misery ist, mit der sich Annie zutiefst identifiziert. Was Annie allerdings nicht ahnt, ist dass der Autor in seinem Gepäck ein fertiges Manuskript hat, mit dem er die „Misery Chastain“-Reihe endgültig beendet und in dem Misery stirbt.

Als die Krankenschwester ihn bittet, das Manuskript lesen zu dürfen, ahnt er noch nicht ansatzweise, was auf ihn zukommen wird. Annie ist alles andere als beglückt von Misery´s Ableben und zwingt Paul, sein Manuskript, von dem er nicht eine Kopie gemacht hat, zu verbrennen. Spätestens jetzt erkennt Sheldon, der mittlerweile schon komplett abhängig von Annie´s Schmerzmitteln ist, dass er es hier mit einer Verrückten zu tun hat. Annie wird immer unberechenbarer für den schwer verletzten und völlig bewegungsunfähigen Paul – mit drakonischen „Erziehungsmaßnahmen“ zwingt sie ihn, die geliebte Misery wieder auferstehen zu lassen. Gibt es für Paul einen Ausweg aus diesem Wahnsinn?

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Stephen King ist es hier wieder einmal gelungen, im scheinbar völlig Normalen den abgrundtiefen Wahnsinn erstehen zu lassen. Dem Leser wird relativ schnell klar, in welch grenzenloser Gefahr der Protagonist sich befindet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Vulkan hochgeht und diese Spannung steigert King meisterlich. Kaum auszuhalten sind die brutalen Szenen, in denen Annie ausrastet und wer beim Anschauen des Films dachte, dass es schlimmer kaum noch geht, wird beim Lesen des Buches eines Besseren belehrt.

Beklemmend gut sind auch die Sequenzen, in denen Paul im „Novril“-Rausch vor sich hinschwebt und von Visionen geplagt wird. Mit seiner „Heldin“ Annie Wilkes hat King ein kreischendes, spuckendes, abartiges Monster geschaffen, das doch auch manchmal wieder so menschlich erscheint. Für Fans des Genres ist dieser Thriller ein unbedingtes Muss – eines der großen Meisterwerke von Stephen King.

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