Das Muschelessen

Das Muschelessen

Autor Birgit Vanderbeke Genre Erzählung
Verlag Fischer
ISBN 3-596-13783-7
Erscheinungsdatum (D) 1990   Seiten 109

Inhalt

Vor dem Hintergrund des geteilten Deutschlands wird ein Einblick in das Leben einer kleinen Familie gegeben: Mutter, Tochter und Sohn warten sehnlichst auf die Ankunft des Vaters, der an diesem Tag von einer mehrtägigen Geschäftsreise zurückkehren soll. Weil dem Vater mit dem Ende seiner Reise auch gleichzeitig eine Beförderung versprochen wurde, bereitet die Familie zur Feier des Tages ein Muschelessen zu. Doch der Vater verspätet sich und während des Wartens beginnen die drei über ihr gemeinsames Leben zu sprechen. Dabei wird nach und nach deutlich, dass die Familie nicht so normal ist, wie sie auf den ersten Blick scheint und es kommt zu schockierenden Enthüllungen über das wahre gemeinsame Leben.

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 4 von 5 Bs Das Leben einer typischen Familie zur Zeit des geteilten Deutschland – so scheint es zunächst - wird hier geschildert. Doch der Schein trügt: Birgit Vanderbeke zeigt in einem einzigartigen Schreibstil die Risse des Familienalltags und wie sie sich zu Abgründen auftun können. Während des so harmlos beginnenden Abendessens treten schockierende Details des Familienalltags zu Tage und hinterlassen einen bitteren Beigeschmack über Sein und Schein. Zugegeben: Zu Beginn wirkt die Erzählung eintönig und langweilig. Auch die ungewohnten Satzstrukturen und fehlende Interpunktion schaffen es, den Leser zunächst gründlich zu verwirren. Aber wenn man sich eingelesen hat, beginnt man die Hintergründe dieses Familienlebens langsam zu begreifen. Selbst die gewöhnungsbedürftigen Satzgefüge passen sich dann nahtlos in die Geschichte ein und ergeben ein rundes Ganzes.
„Das Muschelessen“ ist nicht unbedingt ein Werk, das sofort begeistert, aber es macht in jedem Fall nachdenklich. Je mehr man darüber nachsinnt, desto klarer wird die Struktur hinter dem Ganzen, die zeigt, dass nicht alles so perfekt ist, wie es von außen scheint.

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Kommentare


Kommentare

Saskia schreibt am 26.03.12, 23:34
Das Buch war wirklich grauenvoll zu lesen. Die Autorin lässt kein Klischee des bösen Patriarchen aus und schreibt dabei einen Redefluss, ohne Punkt und Komma, dem man kaum folgen kann. Schon am Anfang wird innerhalb eines Satzen mindestens 3 Mal erwähnt, dass man die Geschichte als Zufall betrachten sollte.
Es ist ermüdend zu lesen, noch viel ermüdender, zu versuchen, die Figuren, auch bei bekanntem geschichtlichen Hintergrund, auch nur im Mindesten zu verstehen und immer hat man den Eindruck die immerhin 18-Jährige Tochter wäre ein kleines Kind, welches viel zu viel Cola getrunken hat. Warum auserechnet ein solcher Schund einen Literaturpreis bekommen hat, will sich mir nicht erschließen.

Im Übrigen ist es mühevoll und nahezu unmöglich, sich Seitenzahlen zu notieren, wenn man dieses Buch, wie in meinem Falle, für eine Klausur aufgezwungen bekommt.
Was widerum auf den, meiner Meinung nach unverdienten, Ingeborg-Bachman-Preis, zurückzuführen ist.
Man könnte Goethe, Kafka oder Hesse lesen, aber nein - Birgit Vanderbeke. Zudem ist dieses Buch nur zu verstehen, wenn man sich den damaligen geschichtlichen Hintergrund ins Gedächtnis ruft. Die Deutsche Literatur hat mehr zu bieten, mehr, was vor allem zeitlos ist.
Ursula schreibt am 05.10.11, 09:12
laaaangweilig
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