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Kommende Buchkritiken
Dem Rad in die Speichen fallen - Die Lebensgeschichte des Dietrich Bonhoeffer
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Autor
Renate Wind
Genre Biographie
Verlag Beltz & Gelberg ISBN 3-407-78805-3 Erscheinungsdatum (D) 1990 Seiten 234 |
Inhalt
Dietrich Bonhoeffer, geboren 1906 im ausgehenden Kaiserreich, hinein in eine wohl situierte und einflussreiche Familie, wächst auf in den Wirren der Weimarer Republik und erlebt als junger Theologe die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Anfangs noch eher konservativ und aufgrund seiner Erziehung staatstreu eingestellt, beginnt er mehr und mehr gegen Hitlers Politik und vor allem gegen dessen Einstellung zur „Judenfrage“ zu rebellieren.
Nach mehreren Auslandsaufenthalten beteiligt er sich am Aufbau einer kirchlichen Opposition gegen die vom Staat etablierte Reichskirche und gründet das Finkenwalder Predigerseminar der Bekennenden Kirche, dessen Leitung er auch übernimmt. So zieht er die Aufmerksamkeit der Nazis auf sich und bringt sich damit wissentlich in Gefahr. Von einer Gastdozentur in den USA kehrt er schon nach drei Wochen zurück – trotz der Warnungen seiner Freunde - und beginnt nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs seine konspirative Tätigkeit im deutschen Widerstand.
Im April 1943 kommt es, wie es kommen muss: Bonhoeffer wird verhaftet und in das Wehrmachtsgefängnis in Berlin-Tegel gebracht. Als er 1944 mit dem gescheiterten Attentat auf Hitler in Verbindung gebracht wird, ist sein Leben verwirkt. Am 09. April 1945, kurz vor Kriegsende, wird Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg hingerichtet
Buchkritik von Stefanie Rufle
Ein bewegendes Dokument über den Kampf eines Deutschen gegen den Terror, das Mut macht. Es gelingt Renate Wind, Dietrich Bonhoeffer nicht etwa als großen Helden oder verklärten Heiligen darzustellen, sondern vielmehr als einen Menschen voller Ängste und Zweifel. Man bekommt während des Lesens den Eindruck, dass man diesem mutigen Mann nur auf diese Weise gerecht wird – er wollte alles andere, als ein Heiliger zu sein.
Gleichzeitig macht die Autorin die Distanziertheit Bonhoeffers deutlich. Nicht einmal hat man das Gefühl, ihm wirklich nahe zu kommen – wer dieser Mensch wirklich war, bleibt bis zum Schluss unklar. Aus seinen privaten Aufzeichnungen geht hervor, dass er selbst nicht genau gewusst hat, wo er steht, wer er wirklich ist. Wind versucht nicht einmal ansatzweise, diesen streitbaren Geist zu analysieren, seine Persönlichkeit zu deuten. Er wird geschildert als der, der er offensichtlich war.
So ist der Autorin eine Biographie gelungen, die den Teil Bonhoeffers zeigt, der wichtig für uns Leser ist, den Anteil, der deutlich macht, wie schwierig es war, aufzubegehren in einer Zeit des Terrors und wie mutig sich doch offenbar so viele im deutschen Widerstand engagiert haben. Der andere, der private Bonhoeffer bleibt im Verborgenen – und das ist gut so!
Wissenswertes
"Dem Rad in die Speichen fallen" wurde mit dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet und war auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugenliteraturpreis.
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Kommentare
Kommentare
pe schreibt am 25.06.11, 15:33
Das kann ich verstehen dass 16 jährige nicht so gut mit dem Buch zurecht kommen.
Ich habe mich auch gewundert das es für den Jugendliteraturpreis nominiert wurde, ebenso dass dieses Buch einer Konfirmantin geschenkt wurde.
Es ist nicht langweilig geschrieben, eben nur sachlich und mit sehr vielen Fremdworten gespickt und mit theologischen Begriffen womit eben jemand der nicht vom Fach ist seine Probleme hat zu folgen.
Ich fand das Buch sehr informativ und packend, es wird mir noch einige Zeit folgen da ich mir über einiges Gedanken machen muss. Über mich und wie ich mein Glaubensleben gestalten möchte.
Jetzt werde ich erstmal das Buch in einem Referat verarbeiten das ich für meine Ausbildung schreiben muss.
(Anm. ich bin 41)
liebe grüße
marc schreibt am 12.06.10, 12:36
dieses buch ist lesens wert weil dasspannend und pakennt ist dieses buch sollte man sich einfach nur holen
sue rose schreibt am 10.04.10, 20:03
also, in meiner klasse(10) mussten wir dieses buch im religionsunterricht lesen. wir scheiben auch bald eine arbeit darüber.
meine klasse fand dieses buch derart langweilig geschrieben, dass nach dem ersten kapitel niemand mehr gelesen hat, sondern nur noch alles nur überflogen wurde.
zwar ist der historische hintergrund sehr interessant, doch gleichzeitig dearart trostlos geschildert, dass dieses buch den titel "die rache der renate" bekam.
für jugendliche ist dieses buch also sehr uninteressant, für interessierte aber trotzdem lesenswert.
