Muo und der Pirol im Käfig

Le complexe de Di

Muo und der Pirol im Käfig

Autor Dai Sijie Genre Roman
Verlag Piper
ISBN 13-978-492-24520-3
Übersetzung Gió Waeckerlin Induni Erscheinungsdatum (D) Mai 2004   
Erschienen 2003  Seiten 389

Inhalt

Muo, der Protagonist des Romans, kehrt nach jahrelangem Exil aus Franreich in das postmaoistische China zurück .Er hat die Absicht, seine ehemalige Mitstudentin und große Liebe „Vulkan des alten Mondes“ aus politischer Gefangenschaft zu befreien. Dazu muß er jedoch zuerst einmal das Vertrauen und die Gunst des Richters Di gewinnen. Dieser verlangt ungewöhnliche Gegenleistungen. Es kommt zu einem makaberen Wettstreit der beiden Männer, in dem Muo, selbst noch absolut unerfahren im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht, für sich selbst die wunderbare Welt der Frauen entdeckt. Muo ist wie elektrisiert, ihm widerfahren allerhand Verwicklungen, und er muß feststellen, dass sein intensives Studium der Psychoanalyse und all seine Lehrbücher ihn nicht im mindesten auf seine Entdeckungen vorbereiten konnten.

Buchkritik von Gabriele Frommholz

Gabriele vergibt 4 von 5 Bs Nach „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ ist Dai Sijie ein weiterer preisgekrönter Roman gelungen. Diese Lektüre hat bei mir allerdings sehr ambivalente Gefühle ausgelöst. Über weite Passagen, begeistert von der Ausdrucksstärke dieser ungewöhnlichen Sprache, legte ich das Buch geradezu angewidert beiseite, um es in einen erneuten Anlauf zu Ende zu lesen. Es ist ein böses und schmutziges Buch, in dem der Autor mit seiner chinesischen Heimat abrechnet. Traumatisiert durch seine bitteren Erfahrungen während der Kulturrevolution sei ihm dieses Recht jedoch zugestanden.

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