Die Geisha

Memoirs of a Geisha

Die Geisha

Autor Arthur Golden Genre Erlebnisbericht
Verlag Btb bei Goldmann
ISBN 3-442-72632-8
Übersetzung Gisela Stege Erscheinungsdatum (D) 1998   
Erschienen 1997  Seiten 573

Inhalt

Das neunjährige Fischermädchen Chiyo lebt mit seiner bettelarmen Familie im Japan der frühen 30er Jahre in einem kleinen Fischerdorf. Als seine Frau im Sterben liegt, verkauft der Vater seine beiden Töchter in seiner Not in das Vergnügungsviertel Gion in der alten Kaiserstadt Kyoto. Doch gleich nach ihrer Ankunft dort werden die beiden Schwestern getrennt, Chiyo kommt in ein Okiya, ein Haus für Geishas, die Spur ihrer Schwester verliert sich.

In der Okiya bricht für Chiyo die härteste Zeit ihres Lebens an, sie wird von Hatsumomo schikaniert, die der Star der Okiya ist und somit viel Geld einbringt. Als Chiyo erfährt, dass ihre Schwester in ein Bordell gebracht wurde, versucht sie alles, um zu ihr zu gelangen und gemeinsam planen die beiden die Flucht. Das Mädchen wird gefasst und in die Geisha-Schule zurückgebracht, wo man sie zur Strafe zur Dienerin degradiert. Die Demütigungen durch Hatsumomo werden nun immer ungezügelter und erst als Chiyo sich in ihr Schicksal fügt, steht ihrem Aufstieg zur begehrtesten und erfolgreichsten Geisha Kyotos nichts mehr im Wege. Als die junge Geisha sich allerdings unsterblich verliebt, muss sie erkennen, dass der Preis für ihren Ruhm höher ist, als sie jemals ahnte.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Dies ist eine der Geschichten, die einen unwiderstehlich in ihren Bann ziehen und gleichzeitig fast nicht zu ertragen sind. Zu grausam ist es, was dem kleinen, unschuldigen Mädchen Chiyo zustößt, furchtbar hart und kaltherzig sind viele der Menschen, denen es auf seinem steinigen Weg begegnet. Zu unmenschlich sind die Opfer, die die junge Frau für das Erreichen ihres (eigentlich unfreiwilligen) Ziels bringen muss. Und doch spricht aus diesem Buch eine unglaubliche Stärke, eine Intensität, die tatsächlich Mut machen kann. Chiyo geht diesen Weg, den sie vermutlich niemals freiwillig gewählt hätte und macht das bestmögliche daraus.

Golden erzählt in einer Art und Weise, dass man fast glaubt, die Düfte zu riechen, die Farben zu sehen und die wunderschönen Klänge zu hören. Manche Passagen erscheinen einem manchmal etwas langatmig, beispielsweise wenn genau beschrieben wird, welche Art der Schminke die Geishas verwenden und wie genau sie sich zurechtmachen, andererseits verhelfen gerade sie dem Leser zu diesem intensiven Gefühl, alles hautnah mitzuerleben.

Wissenswertes


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