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Kommende Buchkritiken
Die Puppenspieler
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Autor
Tanja Kinkel
Genre Historischer Roman
Verlag Boulevard Taschenbuch ISBN 00525 6 (Buch-Nr.) Erscheinungsdatum (D) 1993 Seiten 667 |
Inhalt
Als der Papst im Jahre 1484 die Hexenverfolgungen eröffnet, gerät Richards Mutter in die Fänge der „heiligen“ Inquisition. Dass Richard mitansehen muss, wie seine Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, soll sein ganzes weiteres Leben prägen. Elternlos zurückgelassen, kommt er zu seiner Tante Sybille, die mit dem reichen Jakob Fugger verheiratet ist. Der Kaufmann weiß seinen Neffen für seine geschäftlichen Schachzüge zu nutzen und schickt ihn schon bald nach Florenz, wo Richard Kontakte zu den einflussreichen Medici knüpfen soll.
Schnell zeigt sich, dass Richard ein unglaubliches diplomatisches Geschick besitzt und mit seinem Gespür für die richtigen Verbindungen dem Hause Fugger unschätzbare Dienste erweist.
Immer wieder kreuzt die Zigeunerin Saviya den Weg des jungen Mannes. Zunächst wehrt er sich gegen die Gefühle, die er für sie hegt, muss sich aber irgendwann eingestehen, dass es mehr als brüderliche Zuneigung ist, die er für sie empfindet. Die glücklichen Tage, die Richard mit Saviya in Florenz verlebt, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie sich auf einem Pulverfass befinden – der Mönch Savonarola hetzt das Volk gegen die Medici auf und auch Richard befindet sich dadurch in großer Gefahr. Die Tatsache, dass Saviya sich selbst als Hexe bezeichnet und den Reichen in Florenz die Zukunft vorhersagt, wird sich schon bald als fatal erweisen...
Buchkritik von Stefanie Rufle
Ein äußerst spannender historischer Roman, der viele wichtige Informationen aus der damaligen Zeit vermittelt. Hier werden historisch belegte Personen und Ereignisse wie die Fugger-Dynastie, die Medici und Borgias, der Thronstreit um Neapel, die französische Invasion und der berühmte „Scheiterhaufen der Eitelkeiten“ mit fiktiven Elementen verbunden, was das Buch äußerst unterhaltsam macht. Einige Längen entstehen durch die verwickelten Schilderungen der Handelsbeziehungen, aber ansonsten ist Tanja Kinkel hier ein wirklich faszinierender Bericht einer aufregenden Epoche gelungen.
