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Kommende Buchkritiken
Bonjour Tristesse
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Autor
Francoise Sagan
Genre Roman
Verlag Ullstein ISBN 3-550-06766-6 Übersetzung Helga Treichl Erscheinungsdatum (D) 1955 Erschienen 1954 Seiten 183 |
Inhalt
Eigentlich hätte es ein wundervoller Sommer an der französischen Riviera werden können. Nur Cecile, ihr Vater und seine aktuelle Geliebte Elsa. So wie jedes Jahr eben. Eine unbeschwerte Zeit, frei von Zwängen und Regeln. Doch dann taucht Anne auf, eine Freundin von Cecile verstorbener Mutter und plötzlich ist nichts mehr so wie jedes Jahr. Cecils Vater ist von Annes Eleganz und tugendhafter Disziplin ganz verzaubert und verlobt sich Hals über Kopf mit ihr. Obwohl Cecile Anne insgeheim für ihre Art zu Leben bewundert, gerät sie bei dem Gedanken an eine Heirat zwischen ihrem Vater und Anne in Panik. Vorbei wäre das schöne Leben in Freiheit. Und so beginnt sie im Verborgenen eine Intrige zu spinnen, die Anne und ihren Vater entzweien soll. Was als harmloses Spiele beginnt endet in einer Tragödie.
Buchkritik von Melanie Frommholz
Eine 17jährige Protagonistin, die raucht, trinkt, die Männer verrückt macht und ihre Intrigen gegen die Verlobte ihres Vaters spinnt. 1954 sorgte diese brisante Mischung für Proteststürme seitens der Moralapostel und für Beifall bei der aufgeschlossenen Leserschaft gleichermaßen. Diese Mischung klingt auch nach einer interessanten, wenn auch nicht unbedingt sympathischen Hauptfigur. Dennoch kann man streckenweise mit Cecile mitfühlen. Die widerstreitenden Gefühle sind durch die Ich-Perspektive der Erzählerin gut herausgearbeitet. Von Kapitel zu Kapitel ist man hin und her gerissen zwischen Mitgefühl und dem Gedanken: “Was für ein hinterlistiges, durchtriebenes Mitstück.“ Ob man sich in der der Figur der Cecile nun wieder findet, oder nicht, eines ist sicherlich unbestritten: Diese Geschichte ist zeitlos aktuell und sorgt auch heute noch für reichlich Gesprächstoff.
Wissenswertes
„Bonjour Tristesse“ ist das erste Buch der Autorin Francoise Sagan. Sie schrieb den Roman im Alter von 18 Jahren innerhalb weniger Wochen und gewann damit 1954 den Grande Prix des Critiques.

