Aktuelle Autoren
Aktuelle Buchkritiken
- März
- African Queen
- März
- Ashby House
- März
- Atem
- März
- Aufziehendes Gewitter
- März
- Die Bestimmung
- März
- Die Geheimnisse des Nic...
- März
- Die Nacht
- März
- Die Schuldlosen
- März
- Du und ich
- März
- Etwas endet, etwas beginnt
- März
- Garp und wie er die Welt sah
- März
- Nachricht von dir
- März
- Räuberleben
- März
- Schwarzer Schmetterling
- März
- Sie und er
- März
- Splitterwelten
- April
- Die 39 Zeichen - 9
- April
- Liebe und andere Ver...
- April
- Sarg niemals nie
- April
- Schweig still mein M...
- Mai
- Der Wald wirft schwarze Sch...
- Mai
- Meine Schwester lebt auf...
- Mai
- Oneiros
- Mai
- Schnitt
Kommende Buchkritiken
Frostfeuer
|
Autor
Kai Meyer
Genre Fantasy
Verlag Loewe ISBN 3-7855-5441-9 Erscheinungsdatum (D) 2005 Seiten 299 |
Inhalt
Sankt Petersburg im Jahre 1893: Das Mädchen Maus wurde im Hotel „Aurora“ geboren und hat ihr Geburtshaus bisher noch nie verlassen. Da sie ein Waisenkind ist, musste sie sich schon von klein auf allein durch´s Leben schlagen, und so arbeitet sie im Hotel als Schuh- und Badputzerin, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Freunde hat Maus nur wenige und ihre freie Zeit vertreibt sie sich mit kleinen Diebstählen und in ihrem Geheimversteck. Alles in allem verläuft Maus` Leben also eher unspektakulär - bis zu dem Zeitpunkt, als im „Aurora“ eine geheimnisvolle Fremde namens Tamsin Spellwell – auftaucht.
Die Geschichte, die sie Maus erzählt, klingt abenteuerlich und ist doch wahr: Tamsin hat der Schneekönigin ein Stück ihres Eisherzens geraubt und ihr somit ein Stück ihrer Macht über Schnee und Eis genommen. Nun will Tamsin die Herrin des Winters ausgerechnet ins „Aurora“ locken, um hier mit der Schneekönigin ihre Kräfte zu messen und deren eisige Herrschaft entgültig zu besiegen. Und ehe Maus sich`s versieht, steckt sie mitten drin in diesem winterlichen Abenteuer...
Buchkritik von Karolin Kullmann
Mit “Frostfeuer” ist Kai Meyer ein bitterkaltes Fantasy-Abenteuer gelungen, das sich vor allem durch die machtvollen Eigenschaften von Frost und Schnee auszeichnet. Der Schriftsteller lässt die winterliche Landschaft bildhaft vor dem inneren Auge entstehen, malt ein eisblaues Bild des Schauplatzes. Dabei spielt er vor allem mit bekannten Märchen wie “Die Schneekönigin”, verknüpft Altbekanntes mit eigenen Elementen. Auch die Geschichte ist mitreißend, obwohl sie einige Schwächen zeigt. Die Handlungsstränge wirken eher einfach und sind ohne große und spannende Wendungen. Hier kommt wieder einmal die Unausgereiftheit zum Tragen, die sich öfter in den Werken des Autors zeigt. Zu flach ist die Geschichte, seltsam unüberlegt die Hintergründe. Oft kommt man nicht umhin, eine zu eilige Buchproduktion zu Gunsten des Verkaufserfolgs zu unterstellen.
Eine ausgefeilte Story darf man hier also nicht erwarten, dafür aber reizvolle Figuren, die ihren Teil zur guten Unterhaltung beitragen. Letztendlich ist Meyers Wintermärchen damit eher für jüngere Fantasy-Begeisterte geeignet, die hier aber durchaus auf ihre Kosten kommen.
