Der Judasfluch

The Coins of Judas

Der Judasfluch

Autor Scott McBain Genre Thriller
Verlag Weltbild
ISBN 3-8289-7481-3
Übersetzung Michael Benthack Erscheinungsdatum (D) 2004   
Erschienen 2001  Seiten 520

Inhalt

Als Lohn für seinen Verrat an Jesus erhielt Judas einst dreißig Silberlinge. 27 davon liegen sicher verwahrt in den Gräbern der Päpste Petrus und Silvester II., die restlichen drei sind verschwunden. Einer dieser drei Silberlinge gelangt in die Hände des Gerichtspsychiaters Paul Stauffer, der gerade mit dem Fall des mutmaßlichen Massenmörders Karl Kramer befasst ist. Nachdem er den unheilvollen Silberling von der mysteriösen Helen erhalten hat, gehen seltsame Veränderungen mit Paul vor sich. Mehr und mehr verändert sich seine Persönlichkeit, er verliert das Mitgefühl für andere Menschen, seine Frau Marie und seine geliebte Tochter Rachel werden ihm zunehmend gleichgültig. Auch bei der Beurteilung von Karl Kramers Schuld droht ihm ein schwerwiegender Fehler zu unterlaufen.

Im Vatikan macht sich währenddessen Unruhe breit. Die Mystikerin Katharina von Benedetto sieht in einer Vision, dass der Silberling in die Welt zurückgekehrt ist und die heilige römische Kirche dadurch Gefahr läuft, zu fallen. Gemeinsam mit Kardinal Benelli, dem Papst und dessen Beichtvater versucht sie, dem Bösen Einhalt zu gebieten. Die dunklen Mächte aber, die dem Silberling des Judas innewohnen sind äußerst mächtig und abgrundtief böse...

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Scott McBain ist ein interessanter Genremix gelungen. Wir haben hier einen Abenteuerroman, der gleichzeitig ein Thriller ist und viele spirituelle Elemente enthält. Deswegen fällt es auch manchmal schwer, die Entwicklung der Story einzuordnen. Mit logischem und kühlem Denken darf man an diesen Roman sicherlich nicht herangehen – er enthält zwar viele geschichtlich belegte Fakten, bewegt sich aber wiederum sehr an der Grenze zur Spiritualität. Viele mystische Begebenheiten vermischen sich hier mit bewiesenen Tatsachen.

Kein Buch also für jemanden, der eindeutige Beweise aufgetischt bekommen möchte. Für all diejenigen aber, für die die Grenzen zwischen Realität und Spiritualität eher fließend verlaufen und die bereit sind, mehr zu glauben, als sie tatsächlich sehen können, ein äußerst empfehlenswertes Buch.
Ärgerlich sind die vielen Rechtschreib- und Tippfehler in dieser Ausgabe, die dem Lesevergnügen deutlich Abbruch tun.

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