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Kommende Buchkritiken
Feuerherz
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Autor
Senait G. Mehari
Genre Biographie
Verlag Droemer ISBN 3-426-27341-1 Erscheinungsdatum (D) 2004 Seiten 317 |
Inhalt
Von der eigenen Mutter als Baby zum Sterben in einen Koffer gesperrt, vom Vater an die Rebellenarmee als Kindersoldatin verschachert, damit die Familie einen Esser weiniger durchfüttern muss, vergewaltigt, verprügelt und fast verhungert – Die Kindheit der in Eritrea geborenen Senait Ghebrehiwet Mehari war für lange Jahre ein nicht enden wollender Alptraum. Das aus ihr dennoch eine lebensfrohe, durchsetzungsstarke und lebensbejahende Frau wurde, grenzt fast an ein Wunder. Mit „Feuerherz“ nimmt sie den Leser mit auf eine Reise in ihre schmerzvolle Vergangenheit.
Buchkritik von Melanie Frommholz
Senait Ghebrehiwet Mehari – eine Frau vor der man nur den Hut ziehen kann. Die Art und Weise wie sie ihr bisheriges Leben gemeistert hat, mit welchem Durchhaltevermögen und Optimismus, ist wirklich bewundernswert. Manch anderer wäre an diesem Schicksal sicherlich zerbrochen. Das sie heute als Sängerin und Songwriterin ihrem Wunschberuf nachgeht, ist vor dem Hintergrund ihrer Kindheit ein echtes Wunder. Respekt und Anerkennung sind die Wörter, die die Emotionen nach der Buchlektüre am ehesten widerspiegeln. Wirklich sympathisch wird einem Senait jedoch merkwürdigerweise nicht. Oftmals blieben die Schilderungen des Erlebten emotional einfach zu oberflächlich, um zu berühren.
Das Buch, dass nach langen Gesprächen mit Senaits Ghostwriter Lukas Lessing entstand, hat eine unverblümte, sehr direkte Sprache, die sich gut lesen lässt. Positiv ist zudem, dass die Kapitel, alle recht kurz gehalten, nicht mit langen Erklärungen der politischen Lage in Eritrea überfrachtet sind, sondern die Fakten kompakt an den Schluss des Buches gestellt wurden. Senaits Geschichte, ihre Empfindungen und Erlebnisse stehen uneingeschränkt im Vordergrund. „Feuerherz“ – ein Buch das es wert ist zu lesen.

