Die Seherin von Avignon

The Burning Times

Die Seherin von Avignon

Autor Jeanne Kalogridis Genre Historischer Roman
Verlag Bertelsmann
ISBN 05350 4 (Buch-Nr.)
Übersetzung Marion Balkenhol Erscheinungsdatum (D) 2004   
Erschienen 2000  Seiten 446

Inhalt

Im Kloster von Carcassone wird die junge Äbtissin Marie Francoise im Jahre 1357 von der Inquisition verhört. Es werden ihr Gotteslästerung, Beischlaf mit dem Teufel und Hexerei vorgeworfen. Der unerfahrene Bruder Michel soll ihr im Kerker ein Geständnis entlocken, das ihren Tod auf dem Scheiterhaufen bedeuten würde. Er ist aber nicht restlos von der Schuld der jungen Frau überzeugt, zieht sie ihn mit ihrer Lebensgeschichte doch immer mehr in ihren Bann.

Der richtige Name der Äbtissin ist Marie Sybille de Cavasculle, sie wurde 1335 in einem kleinen Dorf bei Toulouse inmitten eines Feuers und mit einer Glückshaube über dem Gesicht geboren. Ihre Großmutter, Anhängerin des verbotenen Diana-Kults, bereitete das Mädchen heimlich auf die ihm prophezeite Zukunft als bedeutende Priesterin und Seherin vor. Schon bald entdeckte Sybille ihre seherischen Fähigkeiten und ihre Gabe, mit der Kraft ihrer Hände zu heilen.

Ihre heilerischen Fähigkeiten sind es auch, die die Inquisition schließlich auf sie aufmerksam werden lässt. Michel tut alles, um Sybille vor dem Scheiterhaufen zu retten, muss aber erkennen, dass sie alle Teil einer großen Verschwörung sind...

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 1 von 5 Bs Eine Geschichte, die es in sich haben könnte – könnte, wohlgemerkt! Ein an sich faszinierendes und erschreckend reelles Thema, das sich Kalogridis für ihren vierten Roman ausgewählt hat. Aber selten erlebt man bei einer solch spannenden Thematik solche Langeweile. Völlig verwirrend ist die Handlung, bei der man eine ganze Weile benötigt um zu erkennen, wer wer ist und mit wem er in Zusammenhang steht. Dieses Buch kann einfach nicht fesseln. Immer wieder verliert man den Faden und muss gar zurückblättern.

Der Autorin gelingt es nicht einmal, einen wirklichen emotionalen Bezug zu den Personen und der Handlung zu schaffen, alles wirkt kühl und sehr distanziert. Dies ist eine Erzählung mit einigen geschichtlichen Fakten – mehr aber auch nicht!

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