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Kommende Buchkritiken
Kabale und Liebe
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Autor
Friedrich Schiller
Genre Historischer Roman
Verlag Reclam ISBN 3-15-000033-5 Erscheinungsdatum (D) 1784 Erschienen 1784 Seiten 142 |
Inhalt
Luise und Ferdinand – Eine Liebe die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Während Ferdinand dem Adel angehört, ist Luise eine einfache Bürgerin. Eine Ehe zwischen den Ständen war während des 18. Jahrhunderts in vielen Fürstentümern verboten, und wenn es dies nicht war, dann galt eine solche Heirat zumindest als Missehe.
Miller, Luises Vater, ist sehr standesbewusst und duldet für seine Tochter keinesfalls einen adligen Mann. Er ist der Meinung, dass das Bürgertum - zumindest moralisch - weit über dem Adel steht. Ferdinands Vater, Präsident von Walter, fürchtet um seine Stellung am Hof. Er duldet die Meinung seines Sohnes nicht und widersetzt sich dessen Wünsche. Er fordert von Ferdinand die adlige Lady Milford zu heiraten und Luise zu vergessen. Als Ferdinand sich weigert dem Befehl seines Vaters zu folgen, stimmt dieser der Kabale, die sich sein Sekretär Wurm ausgedacht hat, zu.
Kann die Liebe zweier Menschen so stark sein, dass sie sich gegen alle Intrigen und Verbote behaupten kann?
Buchkritik von Kathrin Lang
Das schöne an „Kabale und Liebe“ ist, dass die Geschichte zwar bereits viele Jahrzehnte alt ist, sie im Grunde aber immer noch nichts an Aktualität verloren hat. Was damals der Stand war, ist heute die Rasse, das Vermögen, die Herkunft. Schwarze, Ausländer, Arme – Alle mussten/müssen sie für Rechte und Anerkennung kämpfen, genau wie Luise und Ferdinand, die die Standesgrenzen durchbrachen, weil die Gefühle einfach stärker waren als jede Vernunft.
Ebenso aktuell ist der Generationenkonflikt, der heute fast in ähnlichem Ausmaß vorhanden ist, wie er es damals war.
Schillers „Kabale und Liebe“ ist einfach ein tolles Beispiel dafür, dass nicht jedes Gesetz, nicht jedes Verbot das Maß aller Dinge ist. Manchmal muss man sich eben von seinem Herzen leiten lassen um das Richtige zu tun.
Wissenswertes
Der ursprüngliche Titel „Luise Millerin“ wurde nach dem Vorschlag des Schauspielers Iffland in „Kabale und Liebe“ umbenannt. Das Stück gilt als einer der großen Klassiker der deutschen Dramatik und wird bevorzugt als schulische Lektüre genutzt. 1848 wurde es von Giuseppe Verdi unter dem Titel "Luisa Miller" vertont; das Libretto zur Oper schuf der Neapolitaner Salvatore Cammarano.


