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Kommende Buchkritiken
Im Westen nichts Neues
I
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Autor
Erich Maria Remarque
Genre Roman
Verlag Kiepenheuer & Witsch ISBN 3-462-02731-X Erscheinungsdatum (D) 1929 Seiten 218 |
Inhalt
Zur Zeit des Ersten Weltkrieges meldet sich der junge und unerfahrene Paul Bäumer als Kriegsfreiwilliger, und gelangt von der Schulbank an die Front.
Dort erlebt er nicht wie erwartet Kriegsbegeisterung und Abenteuer, sondern die Grausamkeit des Krieges in all seinen Facetten: Er sieht Angst und Schrecken, Verstümmelung, grausames Gemetzel, Tod - und wird dadurch, ohne es sofort zu bemerken, ebenfalls ein Opfer des Krieges.
Buchkritik von Karolin Kullmann
Ein Buch wie „Im Westen nichts Neues“ bekommt man selten in die Hände. Erich Maria Remarques Werk erschien erstmals 1929 und hat heute noch eine erschreckende Wirkung.
Der Protagonist Paul Bäumer erzählt von seinem Leben an der Front und gibt damit einen brutalen Einblick in die Welt eines Soldaten. Durch seine nüchterne, sachliche und vor allem einfache Darstellungsweise vom Soldatendasein und dem Tod erscheint der Krieg so nah und greifbar, dass man ob der Grausamkeiten oft nur mit dem Kopf schütteln kann. „Im Westen nichts Neues“ zeigt, wie Menschen sich im Krieg verändern, wie ihre Lebenseinstellung, ihre Vorstellungen von Werten, Normen und Moral sich wandeln, wenn sie zu Maschinen werden, die ums nackte Überleben kämpfen. Es zeigt, wie die Soldaten sich gefühlt haben müssen, während sie töteten, welches Unverständnis der Krieg bei ihnen auslöste und warum sie trotzdem weiterkämpften. Es zeigt, wie abgestumpft Soldaten werden, wie sinnlos ihr Leben wird, wenn sie beginnen über ihre Handlungen an der Front nachzudenken, wenn ihnen bewusst wird, was sie im Krieg alles taten.
„Im Westen nichts Neues“ fesselt, bewegt und schockiert zugleich. Es ruft einem ins Bewusstsein, wie viele Opfer der Krieg gekostet hat, auch wenn sie nicht an der Front starben. Selbst die Heimgekehrten fanden trotz des Kriegsendes nicht mehr in ihr früheres Leben zurück. Remarques Werk ist ein Buch, das nachdenklich stimmt und dessen Geschichte noch lange nachwirkt.


