Der Fremde

folgt

Der Fremde

Autor Albert Camus Genre Roman
Verlag Rowohlt
ISBN 3-499-22189-6
Übersetzung folgt Erscheinungsdatum (D) folgt   
Erschienen 1961  Seiten 142

Inhalt

Meursault, ein junger Franzose, lebt ein unauffälliges, langweiliges und eher passives Leben. Er hat ein paar Freunde, aber eigentlich sind diese eher von kleiner Bedeutung und wenn Meursault nichts zu sagen hat, dann sagt er eben auch nichts. Der Liebe zu einer Frau, Marie, steht er genauso unwissend und uninteressiert gegenüber wie den restlichen Dingen die sich in seinem Leben ereignen. Es scheint ihm fast alles egal zu sein - Sogar den Tod seiner Mutter nimmt er sehr gelassen hin.



Erst als Meursault sich mit seinem Nachbarn Raymond anfreundet und später durch diese (schon fast schicksalhafte) Begegnung im Gefängnis landet, fängt er an über sein Leben nachzudenken und kommt am Schluss zu einer überraschenden Erkenntnis…

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 3 von 5 Bs Das Interessante an „Der Fremde“ ist der Protagonist Mersault. Sein Charakter ist klar gezeichnet, aber dennoch schlichtweg unbegreiflich. Man könnte sich wahrscheinlich stundenlang den Kopf über Mersaults Verhalten zerbrechen und letztendlich doch nicht zu einer klaren Erkenntnis kommen. Als Mensch mit „normalen“ Empfindungen und Gefühlen fällt es einem unglaublich schwer seine Lebensweise zu akzeptieren und zu verstehen - Die Gleichgültigkeit mit der Mersault sein Leben meistert wirkt auf den Leser sogar oftmals unheimlich und Angst einflößend. Und dennoch ist es interessant die Dinge mal von einer anderen Seite aus betrachten zu können. Wer weiß, vielleicht liegt Albert Camus nicht mal so falsch und wir sollten tatsächlich oftmals versuchen bestimmte Ereignisse nicht all zu nah an uns herankommen zu lassen?


Was die Sprachform dieser Lektüre angeht, so hätte man es dem Leser allerdings ein ganzes Stück einfacher machen können. Die Sätze sind meistens kurz und wirken sehr „abgehackt“. Eigentlich sollte man meinen, dass dies das Lesen vereinfacht, tut es aber nicht. Ständige Zeitsprünge, auch manchmal innerhalb des Satzes, verwirren und strengen nach einiger Zeit ziemlich an.

Besucherbewertung

5.0 / 5  (1 vote)

Kommentare


Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.