Was niemand sieht und niemand weiß

A Grave Talent

Was niemand sieht und niemand weiß

Autor Laurie R. King Genre Thriller
Verlag Bechtermünz
ISBN 3-8289-6736-1
Übersetzung Armin Gontermann Erscheinungsdatum (D) 1997   
Erschienen 1993  Seiten 398

Inhalt

Drei kleine Mädchen werden ermordet. Alle drei wurden erdrosselt und nackt in einem kleinen Ort bei San Francisco aufgefunden. Etwas eigentümliche Menschen leben hier – eine wilde Mischung zwischen Amish und Hippies, deren Oberhaupt Tyler nicht weniger exzentrisch ist und sich in der Rolle des gönnerhaften Großgrundbesitzers gefällt. Unter diesem bunten Volk lebt die berühmte Malerin Vaun Adams, die schon einmal im Gefängnis saß – wegen Mordes an einem kleinen Mädchen...

Ziemlich schnell fällt der Verdacht der Ermittler Kate Martinelli und Al Hawkin auf die Malerin. Doch ist sie wirklich schuldig? War sie es bei ihrer ersten Verurteilung tatsächlich die Täterin? Kate, die die großartige Künstlerin bewundert, ist nicht davon überzeugt. Noch während sie gegen die Skepsis ihres Kollegen ankämpft, geschieht etwas Entscheidendes, das Ereignisse ins Rollen bringt, die sich der Kontrolle der beiden Ermittler entziehen.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 2 von 5 Bs Eine gut ausgedachte Story, spannend zu lesen und voller dunkler Hintergründe – all das bietet „Was niemand sieht und niemand weiß“. Dennoch will des dem Leser einfach nicht gelingen, mit den Hauptfiguren so wirklich warm zu werden. Irgendetwas fehlt, der Funken springt buchstäblich nicht über. Da präsentiert King durchaus interessante Charaktere, schafft ein gewaltiges Potential, das sie aber leider nie ganz ausschöpft. Die Autorin geht viel zu wenig in die Tiefe, baut die Personen nicht wirklich aus. So bleibt doch alles mehr an der Oberfläche und wirkt merkwürdig eindimensional.

All das hat zur Folge, dass man als Leser seltsam unberührt von der Handlung bleibt, selbst zutiefst erschütternde Ereignisse perlen einfach an einem ab. Schade, hier wurde aus einer guten Idee zu wenig gemacht, „Was niemand sieht und niemand weiß“ ist spannend zu lesen, mehr aber auch nicht.

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