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Zirkuskind
A Son of the Circus
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Autor
John Irving
Genre Roman
Verlag Diogenes Verlag ISBN 3-257-22966-6 Übersetzung Irene Rumler Erscheinungsdatum (D) 1995 Erschienen 1994 Seiten 970 |
Inhalt
Dr. Daruwalla sucht das "Zwergen-Gen" und hält sich zu diesem Zwecke besonders gerne im Zirkus-Milieu von Bombay auf. Außerdem betätigt sich der Arzt als Drehbuchautor der "Inspektor Dhar"-Filme, einer von den Indern zutiefst gehassten Kriminalfigur, die von Dr. Daruwallas Ziehsohn John D. dargestellt wird. Als dessen Zwillingsbruder Martin auftaucht, der allerdings nicht ahnt, dass er ein Zwilling ist, läuft dem Autor, der es doch gewohnt ist, die Fäden in der Hand zu halten, so einiges aus dem Ruder...
Dann treibt auch noch ein Golfplatzmörder sein Unwesen, der offensichtlich eine Rechnung mit John D. zu begleichen hat. Ein alter Bekannter Dr. Daruwallas wird verdächtigt, der allerdings nicht so leicht aufzufinden ist, da sich sein Äußeres doch gewaltig gewandelt hat.
Und noch eine alte Bekannte des Arztes spielt in der Geschichte eine Rolle, deren Aussehen sich zwar nicht so spektakulär verändert hat, die aber dennoch erst einmal aus der Reserve gelockt werden muss. Der gute Dr. Daruwalla ist also sehr geplagt von immer wieder neuen unvorhergesehenen Ereignissen und doch gelingt es ihm zum guten Schluss noch einmal, Schicksal zu spielen...
Buchkritik von Stefanie Rufle
John Irving in Bestform! Wieder einmal gelingt es dem virtuosen Autor, unzählige Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen, so dass ein turbulenter, schriller, aufregender und gleichzeitig philosophischer Roman entstanden ist. Jede seiner Figuren lebt buchstäblich, bis ins kleinste Detail inszeniert Irving liebevoll seine Charaktere.
Immer wieder muss man beim Lesen von „Zirkuskind“ lauthals lachen, so skurril sind seine Einfälle, so viel Menschliches kommt hier auf äußerst komische und zugleich tragische Weise daher. Irrwitzig ist, was hier geschieht und doch auch wieder zutiefst glaubwürdig – kein anderer Autor kann solche Geschichten erzählen!
