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Kommende Buchkritiken
Isis
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Autor
Brigitte Riebe
Genre Historischer Roman
Verlag Droemer Knaur ISBN 3-426-62413-3 Erscheinungsdatum (D) 2003 Seiten 447 |
Inhalt
In einer Zeit machtpolitischer Spannungen und Intrigen des Pharaonenhauses werden im altägyptischen Waset Khay und Anu geboren - zwei Brüder wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten: Khay, der ältere, ist starrköpfig und strotzt nur so vor Energie und Kraft. Anu dagegen ist zurückhaltend und von eher schwächlicher Natur. Doch die beiden Brüder haben eine Gemeinsamkeit - beide werben um die Gunst der schönen Isis, die sie schon von Kindesbeinen auf kennen.
Meret wurde als Kind von ihrer Mutter verstoßen, denn das Mädchen hat einen Körper, der für ihre Eltern eine Schande ist und der in der Gesellschaft als abstoßend empfunden wird.
Daher wächst Meret fern von ihrer Familie und ohne gleichaltrige Spielgefährten auf einer Tempelinsel unter Priesterinnen auf. Doch als sie älter wird, kehrt sie in ihre Geburtsstadt Waset zurück um auf die Suche nach ihrer wahren Herkunft zu gehen.
Als sich Merets Weg nun in der altägyptischen Stadt mit Khay, Anu und Isis kreuzt, ahnt noch keiner der Betroffenen, welch geheimnisvolle Bande sie miteinander verbinden...
Buchkritik von Karolin Kullmann
Die deutsche Autorin Brigitte Riebe hat einen einzigartigen Schreibstil, der „Isis“ zu einem ganz besonderen Ägyptenroman macht. Er spiegelt nicht nur jene Zeit wieder, als Ägypten noch ein prächtiges Pharaonenreich gewesen ist, sondern gibt auch einen Einblick in verschiedene Menschenschicksale, die auf brillante Art und Weise miteinander verknüpft sind. Außerdem zeigt der Roman die Abgründe auf, in die Menschen durch Liebe, Hass und Eifersucht geraten können.
Brigitte Riebe konfrontiert den Leser zuerst geschickt mit den verschiedenen Einzelschicksalen und bringt nur Stück für Stück ihre Verbindung untereinander ans Tageslicht. Dadurch bleibt das Buch bis zum Schluss spannend. Besonders gut ist der Autorin die Persönlichkeit Merets gelungen. Meret umgibt eine geheimnisvolle Aura, denn die Eigenart an ihrem Körper, die sie zu einer besonderen Erscheinung werden lässt, wird nur mit uneindeutigen Hinweisen beschrieben. Benannt wird die körperliche Besonderheit der Frau erst am Ende des Romans und sorgt damit garantiert für einen Überraschungseffekt.
„Isis“ ist ein gelungener Roman, der so verknüpft ist, dass er gründlich gelesen werden muss um alle Handlungsstränge richtig miteinander kombinieren zu können.
