Nomadentochter

Desert Dawn

Nomadentochter

Autor Waris Dirie Genre Biographie
Verlag Blanvalet
ISBN 3-442-35982-1
Übersetzung Theda Krohm-Linke Erscheinungsdatum (D) 2002   Seiten 287

Inhalt

Waris Diries Leben verlief in schockierenden Bahnen: Sie lebte als Nomadenmädchen in der somalischen Wüste, wurde dort unter qualvollen Schmerzen beschnitten, kam schließlich auf vielen Umwegen nach London und wurde dort als Modell entdeckt.

Im zweiten Teil ihrer Biografie „Nomadentochter“ berichtet sie nun, wie sie nach fast zwanzig Jahren nach Somalia zurückkehrt. Gemeinsam mit ihrem Bruder Mohammed begibt Waris Dirie sich auf die abenteuerliche Reise in ihr Heimatland um ihre Eltern und Geschwister zu suchen, von denen sie noch nicht einmal weiß, ob sie überhaupt noch leben. Sie reisen zusammen durch die endlose Wüste und schließlich trifft Waris ihre große Familie wieder.
Doch sie muss, obwohl sie in dieser Zeit glücklich ist, erfahren, dass sich ihr Leben so verändert hat, dass sie ihrem Heimatland und ihrer Familie fremd geworden ist. Ihre eigene Welt hat sich gewandelt und Waris stellt fest, dass sie in der Welt Somalia, in der sie ihre Kindheit verbracht hat, wohl nie mehr wird leben können...

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 4 von 5 Bs „Nomadentochter“ ist etwas weniger eindrucksvoll als „Wüstenblume“, der erste Teil von Waris Diries Biografie. Obwohl die Autorin in „Nomadentochter“ viel Neues erzählt, enthält es für Kenner zu viele Wiederholungen, die im ersten Teil schon ausreichend behandelt wurden. Trotzdem schafft es Waris Dirie auch hier, ihre Kultur so eindrucksvoll zu beschreiben, dass sie damit nachdenklich stimmt und aufs Neue berührt: Zum Nachdenken bringt sie den Leser über die Welten, die arm und reich, Afrika und Europa, ihr altes und ihr neues Leben voneinander trennen, und berührt ihn durch die zwiespältigen Gefühle, denen sie in „Nomadentochter“ Ausdruck verleiht. Zum einen sind da Schmerz und trotzdem schöne Kindheitserinnerungen, die sie mit ihrer afrikanischen Heimat verbindet, zum anderen Fassungslosigkeit über unseren Lebensstil, aber auch Freude über ihr neues Zuhause und neue Menschen, die sie lieb gewonnen hat.

„Nomadentochter“ ist ein Buch, das für jemanden, der „Wüstenblume“ nicht gelesen hat, wahrscheinlich sehr beeindruckend ist. Doch wer „Wüstenblume“ kennt, wird vom zweiten Teil nicht so sehr bewegt sein wie noch vom Vorgänger.

Wissenswertes

Warris Diries autobiografisches Werk umfasst folgende Teile:

Wüstenblume

Nomadentochter

Schmerzenskinder

Briefe an meine Mutter

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