Die dunkle Seite des Mondes

Die dunkle Seite des Mondes

Autor Martin Suter Genre Roman
Verlag Diogenes Verlag
ISBN 3-257-23301-9
Erscheinungsdatum (D) 2000   Seiten 315

Inhalt

Urs Blank ist Wirtschaftsanwalt, einer der ganz Erfolgreichen in der Züricher Szene. Mit seinen fünfundvierzig Jahren hat er sein Leben und vor allem seine Gefühle im Griff – denkt er... Als er auf einem Züricher Künstlermarkt die schöne Lucille kennen lernt, die ein so völlig anderes Leben führt als er, gerät er in ein ziemliches Gefühlschaos. Er, der sich doch nie eine Blöße gibt, der immer nur die anderen benutzt, bemüht sich plötzlich fast schon verzweifelt um die junge Frau. Durch sie lernt er die Welt der halluzinogenen Pilze kennen und gerät immer tiefer in den Sog ihrer berauschenden Wirkung. Ein Trip mit einem ihm unbekannten zyanblauen Pilz wird Urs schließlich zum Verhängnis. Der tückische Pilz verändert auf unheimliche Weise die Persönlichkeit des Anwalts – er fühlt sich gottgleich und unbesiegbar. Selbst der gefährlichsten Gefühlsregung gibt er sofort nach und ist völlig machtlos dagegen.

Blank erkennt, dass es nichts und niemand gibt, der ihn aus diesem Albtraum befreien kann. Er flieht in den Wald, wo er hofft, zur Ruhe zu kommen und wo er vor allem niemand anderen gefährden kann. In Zürich ist man währenddessen überzeugt davon, dass sich der Staranwalt das Leben genommen haben muss.

In der Einsamkeit des Waldes erkennt Urs Blank, dass es für ihn nur noch einen Weg gibt...

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Martin Suter übertrifft sich in diesem Buch selber! Spannend, geistreich, hintergründig sind nur einige Adjektive, die hier zutreffen. Das ist mehr, als nur ein gutgemachter Thriller, hier geht es wieder einmal um die Abgründe im Menschen, um das Böse, das hinter der perfekten Fassade lauert. Schockierend zu sehen, wie wenig es braucht, um ein völlig "perfektes" Leben aus den Angeln zu heben. Unwillkürlich findet man sich in Urs Blank wieder, fragt sich, was denn tatsächlich dran ist an dem Bild von uns selbst, das wir alle in uns tragen. So gelingt es Suter erneut, den Identifikationsverlust seiner Hauptfigur deutlich zu machen und damit den Leser sehr nachdenklich zurückzulassen.

Ein Buch, das süchtig macht und einen lange nicht mehr loslässt!

Besucherbewertung

3.9 / 5  (14 votes)

Kommentare


Kommentare

Martin schreibt am 22.05.12, 17:39
wo bemüht er sich denn verzweifelt um lucille?und er lernt sie auch nicht auf einem künstlermarkt kennen.

schwache inhaltsangabe
jojojojjojojo schreibt am 06.02.12, 08:30
langweilig
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