Im Krebsgang

Im Krebsgang

Autor Günter Grass Genre Roman
Verlag Dtv
ISBN 3-423-13176-4
Erscheinungsdatum (D) 2002   
Erschienen 2002  Seiten

Inhalt

Am 30. Januar 1945 geschah die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der Seefahrt: Damals wurde das Kdf-Kreuzfahrtschiff "Willhelm Gustloff" mit tausenden von Flüchtlingen an Bord von drei russischen Torpedos getroffen und sank binnen einer Stunde - Es gab nur wenige Überlebende.

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Bs Günter Grass erzählt uns mit „Im Krebsgang“ eine Geschichte aus der Vergangenheit, von der unsereiner bisher kaum etwas gehört hat. Über den Untergang der Titanic wurde bereits etliche Male berichtet, aber von einer „Willhelm Gustloff“, bei deren Untergang weitaus mehr Menschen ihr Leben verloren, hörte ich persönlich zum ersten Mal.
Der von Grass frei erfundene Ich-Erzähler Paul Prokriefke führt den Leser durch das Geschehen. Während seiner Erzählung wird man mit den historischen Persönlichkeiten David Frankfurter, Alexander Marinesko und Wilhelm Gustloff konfrontiert. Durch die Mischung aus fiktiven Personen und Menschen die wirklich einst gelebt haben, kombiniert Grass gekonnt die Vergangenheit mit der Gegenwart. Er zeigt mit „Im Krebsgang“ auf, dass der Nationalsozialismus auch heute noch eine Rolle spielen kann und nicht, wie viele annehmen, nach dem Ende des 2. Weltkrieg vollkommen aus unserem Leben verschwunden ist.
Eine spannende und vor allem auch sehr präzise recherchierte Novelle, die jeden Leser der mehr über die deutsche Vergangenheit erfahren will, begeistern wird.

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