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Kommende Buchkritiken
Zorro
El Zorro
|
Autor
Isabel Allende
Genre Roman
Verlag Suhrkamp ISBN 3-518-41670-7 Übersetzung folgt Erscheinungsdatum (D) 2005 Erschienen 2005 Seiten 444 |
Inhalt
Diego de la Vega wächst in Kalifornien an der Wende zum 19. Jahrhundert in zwei völlig unterschiedlichen Welten auf: Sein Vater ist ein spanischer Edelmann und seine Mutter eine indianische Kriegerin. Auf der großen Hacienda seines Vaters wird er zum standesgemäßen Erben herangezogen, lernt das Fechten und besucht eine Schule. Von seiner Mutter erbt Diego allerdings den Drang nach Freiheit und den Abscheu gegen die spanischen Kolonialherren, die die Indianer wie Dreck behandeln. Auch durch seinen indianischen Milchbruder Bernardo spürt Diego schon früh den inneren Konflikt seiner unterschiedlichen Abstammungen.
Als er fünfzehn ist, wird Diego mit Bernardo nach Barcelona geschickt, um dort eine europäische Erziehung zu erhalten. Das Volk leidet unter der Herrschaft Napoleons und schon bald kann Diego die Ungerechtigkeiten nicht mehr mit ansehen. Unter dem Namen "Zorro" tritt er einem Geheimbund bei, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, für Gerechtigkeit einzutreten.
Doch nicht nur vom Kampf für die gerechte Sache fühlt Diego sich beflügelt, auch seine unerfüllte Liebe zu Juliana de Romeu bringt ihn sehr durcheinander. Zumal er nicht der einzige ist, dem es die junge Dame angetan hat – Rafael Moncada wird zu seinem erbitterten Nebenbuhler, gegen den er so manchen Kampf führen muss. Bald schon muss Diego vor seinen politischen Gegnern fliehen und schlüpft immer öfter in die Rolle des "Zorro". Das einfache Volk hat seinen Helden bekommen, der mit dem Diego, den alle kennen, nichts zu tun hat. So hat die Legende ihren Anfang genommen...
Buchkritik von Stefanie Rufle
Wer zu Beginn noch erstaunt ist, dass ausgerechnet Isabel Allende die Legende des spanischen Helden "Zorro" erzählt, wird während des Lesens erkennen, dass diese Geschichte genau Allendes Themen vereint: Freiheit, ungerechte Behandlung und Unterdrückung der Schwächsten, der Drang nach Gerechtigkeit. Und wie in ihren anderen Romanen gibt es auch hier jemanden, der nicht bereit ist, das alles hinzunehmen, der sein Leben riskiert, um gegen die Ungerechtigkeit anzugehen: Zorro. Am Ende des Buches ist es dann eher so, dass man sich fragt: Wer hätte diese Geschichte besser erzählen können, als Isabel Allende?
Durch ihre Erzählung wird Zorro unglaublich lebendig, sein Wagemut, seine Tollkühnheit, vermischt mit einer Prise Selbstironie machen dieses Buch zu einem wahren Genuss. Auch noch in der heutigen Zeit ist es geradezu herzerfrischend sich vorzustellen, wie ein unerschrockener Held durch die Welt reitet und so manchem Schurken ein Z in die Wange ritzt. Ach, wo sind sie denn nur, die Zorros dieser Welt? In Allendes Roman wird der Glauben an die Gerechtigkeit wieder entfacht – Leser der Welt, vereinigt euch, die gerechte Sache ist noch nicht gestorben!!!

