Die Säulen der Erde

The Pillars of the Earth

Die Säulen der Erde

Autor Ken Follett Genre Historischer Roman
Verlag Bastei-Lübbe
ISBN 3-404-11896-0
Übersetzung Gabriele Conrad, Till Lohmeyer und Christel Rost Erscheinungsdatum (D) 1990   
Erschienen 1989  Seiten 1151

Inhalt

Im England des 12. Jahrhunderts herrscht eine Zeit politischer Auseinandersetzungen und Unruhen. Auch das einfache Volk muss unter Ausbeutung und damit einhergehender Armut leiden. Philip, Prior eines englischen Klosters, möchte den Bürgern in diesen unruhigen Zeiten einen Rückhalt geben und träumt von der Errichtung einer eindrucksvollen Kathedrale, in der jeder Mensch dem Glauben an Gott wieder näher gebracht werden soll und die einen Ort der Zuflucht bilden soll. Gemeinsam mit seinem Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und der Grafentöchter Aliena versucht er seinen Traum zu verwirklichen. Doch sein Vorhaben wird durch Intrigen und viele widrige Umstände immer wieder ins Wanken gebracht...

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 4 von 5 Bs Vor dem Hintergrund der Erbfolgekriege des 12.Jahrhunderts erzählt Ken Follett die Geschichte einfacher Leute, die gegen viele Ungerechtigkeiten der englischen Machthaber zu kämpfen haben. Dies ist ihm hervorragend gelungen: Es ist in jedem Fall beeindruckend, wie er es schafft, das Leben von Prior Philip, Tom Builder und all den anderen über 50 Jahre lang zu begleiten und die Charaktere trotz der großen Zeitspanne so lebendig wirken zu lassen. Äußerst eindrucksvoll sind auch die detaillierten architektonischen Beschreibungen der Kathedrale, die auf den ein oder anderen Leser vielleicht langweilig wirken, für andere wiederum die Liebe Tom Builders zu seinem großartigen Bauwerk verkörpern.
Leider wirken die letzen Handlungsstränge des Buches etwas aufgesetzt, so dass ihm zum Ende hin ein bisschen die Luft ausgeht. Es scheint, als ob Follett den letzen Teil mit Mühe und Not aus sich herauspressen musste, um das Ende hinauszuzögern und das Buch nur noch ein paar Seiten dicker zu machen.
Insgesamt betrachtet ist „Die Säulen der Erde“ dennoch ein gelungener Roman, der in jedem Fall lesenswert ist und mit vielen historischen Informationen aufwartet.

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