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Kommende Buchkritiken
Missing Link
Link
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Autor
Walter Becker
Genre Thriller
Verlag Weltbild ISBN 3-8289-7161-X Erscheinungsdatum (D) 2004 Erschienen 2001 Seiten 463 |
Inhalt
In jenen Tagen gab es auf der Erde Riesen,
und auch später noch, nachdem sich die
Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen
und diese mit ihnen Kinder geboren hatten.
Das sind die Helden der Vorzeit,
die berühmten Männer. (Genesis 6,4)
Die Paläontologin Samantha Colby ist völlig außer sich, als sie ein uraltes Skelett einer ihr unbekannten Spezies findet. Dieser seltsame Fund gibt ihr Rätsel auf: Warum hat das menschenähnliche Skelett nur vier Finger an jeder Hand? Und weshalb war es über zwei Meter groß? Bald schon hat sie eine Hypothese, die sie völlig erschüttert und ihr gesamtes Weltbild ins Wanken bringt…
Buchkritik von Karolin Kullmann
Wenn man beginnt “Missing Link” zu lesen, klingen die Theorien, die Walt Becker aufstellt, einfach absurd. Zu unglaubwürdig scheinen die Aussagen, zu wenig nachvollziehbar die Hypothesen. Doch schon nach einigen Seiten mehr schafft er es auf wundersame Weise, den Leser völlig auf seine Seite zu ziehen. Er macht uns glauben, dass seine Hauptfigur mit ihren abwegigen Ideen tatsächlich Recht haben könnte, so gekonnt verknüpft sind hier Fiktion und alte Geschichte. Der Autor spielt vor allem mit ungeklärten archäologischen Rätseln und biblischen Mysterien und entwirft daraus ein ganz eigenes Weltbild, das er in einen spannenden Science-Fiction Roman verpackt. Obwohl man solch wagemutige Vorstellungen mit Vorsicht genießen muss und nicht vergessen darf, dass hier die Fiktion die Oberhand behält und keine der Theorien wissenschaftlich belegt ist, kann man sich – wenn man nicht zu viele Gedanken an die Absurdität der Geschichte verschwendet - getrost auf dieses groteske Abenteuer einlassen und die Story gespannt verfolgen.
Wenn man also keine allzu kritischen Bedenken walten lässt, kann man mit “Missing Link” ein grandioses Abenteuer erleben, das den Leser in phantastische Sphären entführt.
